Obwohl es für Monate fast nicht regnete, wird die Reit-WM auf saftig grünen Wiesen zelebriert. Möglich macht's eine umstrittene Behörden-Erlaubnis.

Nicht nur im Reit-WM-Stadion sprießt grün das Gras, auch auf dem Gelände außerhalb, das an zwei halben Tagen genutzt werden soll

Rolf Vennenbernd/dpa

Wir reden nicht vom Stadion, wo die Wettkämpfe der Reit-Weltmeisterschaft (bis 23. August) am Dienstag mit 90 piaffenden Pferden im Dressurviereck begonnen haben. Sondern von der weiten Geländestrecke außerhalb, an die 40 Fußballfelder groß. Saftig und wohlgenährt grün sprießt das Gras in die Höhe, zu riesigen feinen Galoppteppichen gestutzt. Werden das tolle Bilder, auf Instagram und im Fernsehen beim „Medienpartner WDR“!

Drumherum ist auch in der Aachener Soers alles bemitleidenswert ausgetrocknet, gelb und braun, die Böden sind steinhart. Bäume werfen im Hitzestress schon seit Juli Laub ab. Nebenan verdorren Feldfrüchte in Massen, voran die Zuckerrüben. Seit zwei Monaten hat es kaum geregnet. Im Juli gab es genau 5 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge.