Energiekommission bremst den Bundesrat: Bau der neuen Reservekraftwerke verzögert sichMehr als zwei Milliarden Franken wollte sich der Bundesrat bis Ende Jahr für den Bau der Anlagen genehmigen lassen. Doch die Energiepolitiker zweifeln an der Notwendigkeit und wollen neue Prognosen abwarten.11.08.2026, 19.08 Uhr2 LeseminutenFührende Energiepolitiker zweifeln daran, ob die Schweiz künftig neue Reservekraftwerke wie bei der umstrittenen Anlage in Birr benötigt.KeystoneEigentlich wollte der Bundesrat bis Ende Jahr den Bau von vier neuen Reservekraftwerken in Auftrag geben, doch seine Pläne verzögern sich. Am Dienstag hat die Energiekommission des Nationalrats mitgeteilt, dass sie mit einer deutlichen Mehrheit auf die Vorlage des Bundesrates eintritt. Allerdings wollen die Energiepolitiker erst dann über mehr Gelder weiterdiskutieren, wenn sie mehr Informationen über die Notwendigkeit des Projekts haben. Der Entscheid fiel mit 16 Ja-Stimmen bei 9 Enthaltungen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Bereits im Frühjahr kritisierten verschiedene Verbände und Politiker die Pläne des Bundesrates, 2,18 Milliarden Franken in neue Reservekraftwerke zu investieren. Die Kraftwerke sollen dazu dienen, die Schweiz im Fall einer schweren Mangellage ab dem Jahr 2030 mit genügend Strom zu versorgen. Der Bundesrat spricht in diesem Zusammenhang von einer Versicherungslösung. Er argumentiert immer wieder, die Kosten einer mehrwöchigen Unterversorgung für die Schweizer Wirtschaft seien um ein Vielfaches höher.Im Frühsommer folgte weitere Kritik aus der Finanzkommission des Nationalrats. Die Finanzpolitiker beantragten der Energiekommission mit klarer Mehrheit, die Beratungen zu sistieren, bis die Aufsichtsbehörde Elcom neue Zahlen über den künftigen Strombedarf liefert. Diese Prognosen werden im Frühjahr 2027 erwartet.Vergangene Woche äusserten sich Energiepolitiker von der SP bis zur FDP in der NZZ kritisch über die Pläne des Bundesrates. Viele von ihnen sind der Überzeugung, dass es kostengünstigere Alternativen gibt und der Bund das Potenzial der sogenannten Verbrauchsreserve unterschätzt.Passend zum Artikel
Neue Reservekraftwerke: Auch die Energiekommission bremst den Bundesrat
Mehr als zwei Milliarden Franken wollte sich der Bundesrat bis Ende Jahr für den Bau der Anlagen genehmigen lassen. Doch die Energiepolitiker zweifeln an der Notwendigkeit und wollen neue Prognosen abwarten.






