Die parlamentarische Sommerpause ist traditionell auch die Zeit der politischen Sommerinterviews. Während Politikerinnen und Politiker in den Parlamentsferien unterwegs sind, nutzen ARD und ZDF die Wochen zwischen Anfang Juli und Ende August, um Kanzler, Parteivorsitzende und weitere Spitzenpolitiker zur politischen Lage zu befragen. Doch bei den Sommerinterviews stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie viel politische Einordnung lässt sich in 20 oder 30 Minuten leisten?
Das ZDF setzt bei seinen „Berlin direkt – Sommerinterviews“ in diesem Jahr auf sieben Gespräche. Sie laufen sonntags um 19.10 Uhr und sind jeweils auf rund 20 Minuten ausgelegt. Das Format gibt es seit 1988.
Die Sendelänge entspricht dabei der regulären Länge der „Berlin direkt“-Ausgaben, die normalerweise am Sonntagabend zur gleichen Sendezeit laufen.
Auf Anfrage dieser Zeitung, inwieweit der vergleichsweise kurze Zeitrahmen genügt, um komplexe politische Themen und Positionen der Gesprächspartner angemessen aufzugreifen, hieß es vonseiten des Senders, die Interviews selbst seien Teil eines umfangreicheren Angebotes: „Zur weiteren inhaltlichen Vertiefung bietet das ZDF zur Wochenmitte nach jedem der sieben ‚Berlin direkt Sommerinterviews‘ auf ZDFheute.de und im ZDF-Streamingportal eine Ausgabe von ‚PolitiX‘, in der die Themen und Antworten aus den jeweiligen Gesprächen erörtert werden.“









