Jedes Jahr im August finden Journalistinnen und Reporter aus Fernsehen, Websites und Radio aufs Neue heraus, dass es eigentlich kein Sommerloch gibt, also keine nachrichtenarme Zeit im August. Gäbe es doch ein Sommerloch, würden die Geschichten darüber, dass es keines gibt, das Sommerloch locker ausfüllen. Dieses Jahr gibt es besonders kein Sommerloch, weil Anfang September rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte in Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag wählen. Die AfD wird bei Weitem stärkste Partei werden, vielleicht reicht es zu einer Alleinregierung. Vielleicht verhilft auch das BSW, sollte es über die Fünf-Prozent-Hürde kommen, der AfD zur Regierungsmehrheit. Dass ausgerechnet die Egosozialistin Sahra Wagenknecht mal einer Partei, die der reputierliche, überaus engagierte Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk sogar „Faschisten“ nennt, an die Macht verhelfen würde, wenn sie es könnte, ist schon sehr strange.
Was vom Sommerloch bleibt? Gar nichts
Systemrelevante Nervensägen: Eine abschlagsfreie Talkshow, gar einen abschlagsfreien Wahlkampf kann es nicht geben








