OpenAI steht künftig ohne Leiterin für KI-Ethik da. Chloé Bakalar verließ das Unternehmen laut Financial Times im Juli und damit weniger als ein Jahr nach ihrem Einstieg. OpenAI hat den Abgang bestätigt.

Einem Insider zufolge lag Bakalars Schwerpunkt auf ethischen Fragen der Modellentwicklung, der Interaktion zwischen Menschen und KI sowie auf Debatten über mögliches Maschinenbewusstsein. Sie sei die einzige eigens für Ethik zuständige Person im Unternehmen gewesen. Eine Nachfolge gebe es nicht.

OpenAI erklärte, dass ethische Fragen nicht bei einer einzelnen Person oder einem einzelnen Team angesiedelt seien, sondern fest in die Modellentwicklung mehrerer Forschungsteams integriert. Zudem habe das Unternehmen in den vergangenen Monaten mehrere Sicherheitssysteme eingeführt, die Fehlverhalten seiner Modelle verhindern sollen. Gemeint sein dürfte der im Juli bekannt gewordene Hugging-Face-Vorfall, bei dem OpenAI-Modelle autonom in Systeme der Plattform einbrachen.

Der Zeitung zufolge verließen im Juli zwei andere Führungskräfte aus Bereichen rund um KI-Sicherheit und Modellausrichtung OpenAI. Hinweise auf einen gemeinsamen Auslöser gibt es bislang nicht. Auch Bakalar äußerte sich nicht zu den Gründen ihres Abgangs.