Der Große Bunker unter Hitlers Neuer Reichskanzlei soll einem Neubau weichen, so will es auch Senator Gaebler. Der Verein Berliner Unterwelten will das verhindern.
Wo bis vor kurzem Gras über das tausendjährige Reich wuchs, erwächst nun eine Diskussion
Sven Kaeuler/dpa
Zwischen einem der letzten DDR-Plattenbauviertel an der Wilhelmstraße in Mitte und den Landesvertretungen von Hessen und Brandenburg befindet sich eine der letzten innerstädtischen Brachflächen. Neben einem Parkplatz an der Voßstraße wuchert Grün auf dem abgezäunten Gelände. Auch ein kleiner Hügel aus Trümmerschutt ist zu sehen. Unspektakulär ist das Bild nur auf den ersten Blick. Einst befand sich auf dem gesamten Gelände Hitlers Neue Reichskanzlei, der betonierte Machtanspruch der Nationalsozialist:innen, in dem auch Hitler selbst ein monumentales Arbeitszimmer hatte.
Unter dem gesamten Gelände befanden sich gleich mehrere Bunker, darunter der überwiegend abgetragene und zugeschüttete Führerbunker. Noch zur Hälfte erhalten und zu einem Großteil just unter jener Freifläche befindlich, ist der Große Bunker, mit einem Ausmaß von etwa 60 mal 30 Metern. In Kriegszeiten, zwischen 1940 und 1944 fanden hier sowohl Mitarbeiter:innen der Reichskanzlei, aber auch Hunderte Frauen und Kinder Schutz vor den Bomben. Ein berühmtes, allerdings nachgestelltes Foto vom 2. Mai 1945 zeigt, wie der letzte Stadtkommandant Berlins, Helmuth Weidling, den Bunker verlässt, um sich den sowjetischen Truppen zu ergeben.









