Ein Auto-Experte hält die E-Auto-Prämie für Verschwendung – und fordert die Abschaffung. Ein Politiker und eine Verkehrsexpertin haben andere Ideen.

Lieber E-Autos aus deutscher Produktion fördern? VW-Fabrik in Dresden

Paul Langrock

Ist es die E-Auto-Prämie, die den Absatz elektrischer Fahrzeuge in Deutschland ankurbelt? Oder sind es die hohen Spritpreise? Wahrscheinlich beides, meint Jorrit Bosch, verkehrspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag – und verteidigt die Kaufprämie damit gegen Kritik des Autoanalysten Ferdinand Dudenhöffer.

Dudenhöffer, Wirtschaftswissenschaftler und Gründer des Bochumer Center Automotive Research (CAR), hatte am Montag gefordert, die Kaufprämie für E-Autos abzuschaffen. „Es wäre vollkommen widersinnig, die E-Auto-Förderung wieder einzustellen“, sagt Bosch dazu. „Es ist ein Erfolg, dass es dank der Prämie, und auch wegen der dramatisch gestiegenen Spritpreise, endlich vorangeht mit der E-Mobilität.“