Extreme Hitze macht dem Berliner Nahverkehr zu schaffen. Das zeigen offizielle Angaben des Senats zum heißen letzten Juni-Wochenende. Verkehrs-Staatssekretär Arne Herz (CDU) beantwortete eine Anfrage der Grünen-Fraktion.So zählte die S-Bahn Berlin GmbH doppelt so viele Fahrzeugstörungen wie sonst. Während im Juni täglich rund 20 Störungen dieser Art auftraten, waren es vom 26. bis 28. Juni 2026 mehr als 40 pro Tag. Meist fiel die Steuerung der Türen aus, teilte Herz mit.

Die Infrastruktur blieb bei S-Bahn und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) weitestgehend stabil. Auf der Bernauer Straße mussten allerdings rund 600 Meter Schiene geschliffen werden, weshalb der Straßenbahnverkehr ausgesetzt werden musste. In der Seelenbinderstraße kam es zu einer temperaturbedingten Gleisverwerfung, erklärte der Landespolitiker.Auf den U-Bahn-Linien U1 und U3 fielen zwischen Halleschem Tor und Warschauer Straße Züge aus, weil Signale und Gleismeldeanlagen gestört waren. In Elektrobussen gab es Warnmeldungen zur Batteriekühlung, was zu Ausfällen einzelner Fahrten führte. Trotzdem fanden mehr als 98 Prozent der vorgesehenen Fahrten statt, hieß es.