Dass die Bahn noch immer eine Dauerbaustelle ist, musste zu Wochenbeginn der frisch ernannte Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) erfahren: Im Zug, der ihn von Berlin nach Hamburg bringen sollte, war nicht nur die Klimaanlage defekt, der ICE startete auch mit 15 Minuten Verspätung.

Peanuts, würden nun leidgeprüfte Bahnreisende sagen. Doch Bahn-Chefin Evelyn Palla (52) ist offenbar fest entschlossen, gegen die Schwächen der Baukampagne anzusteuern, im Zuge derer der Staatskonzern bis 2036 rund 40 Trassen sanieren will. Wie mein Kollege Michael Machatschke exklusiv berichtet , hat Palla einen neuen Fünf-Punkte-Plan erarbeiten lassen. Das Ziel: Kosten senken und Verspätungen reduzieren. Das Mittel: eine bessere Organisation des Baugeschehens und eine Streckung des gesamten Programms. Dann machen wir es wie die Bahnreisenden: Wir hoffen, dass alles störungsfrei klappt.

Richtungswechsel: Bahn-Lenkerin Evelyn Palla steuert bei den Sanierungsarbeiten des Schienennetzes um

Die Wirtschaftsnews des Tages:Bei Uniper brummt das Geschäft: Im ersten Halbjahr kletterte das Ergebnis des Energiekonzerns dank der florierenden Gasnachfrage auf 711 Millionen Euro. Im Gesamtjahr peilt das verstaatlichte Unternehmen ein Ergebnis zwischen 1,1und 1,3 Milliarden Euro an.Die US-Justiz hat den Milliardär Gautam Adani (64) vom Haken gelassen. Ein Verfahren gegen ihn wegen Betrugs und Bestechung wurde auf Betreiben des US-Justizministeriums eingestellt. Dass Investitionszusagen in Höhe von 10 Milliarden Dollar in den USA bei der Entscheidung eine Rolle gespielt hätten, wiesen sowohl Adani als auch die US-Regierung zurück.Amazon-Gründer Jeff Bezos (62) nutzt nicht nur seine Muskeln zum Personal Branding (siehe unten) . Nun steht der drittreichste Mann der Welt kurz davor, beim englischen Topclub FC Liverpool einzusteigen. Er ist nicht der einzige Promi unter den Bietern.KI-Infrastruktur kostet Energie und Geld, sehr viel Geld. Um den Finanzfluss am Laufen zu halten, will der Chipriese Nvidia gemeinsam mit Wall-Street-Größen eine "neue Asset-Klasse" ins Leben rufen. Gemeinsam mit Apollo, BlackRock und KKR plant Nvidia-Chef Jensen Huang (63), auf diese Weise eine halbe Billion Dollar für KI-Infrastruktur einzusammeln.