Die Besucherterrasse am Flughafen Leipzig ist gesperrt. „Bis auf Weiteres“ und „aus betrieblichen Gründen“, bestätigt der Sprecher des Flughafens gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen. Auf der Terrasse, die nicht nur von Plane-Spottern gerne genutzt wird, steht ein Zelt und darunter verbirgt sich der neue Schutzschirm: eine mobile Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei. Sie soll den unteren Luftraum im Bereich des Flughafens schützen, also jene 300 Meter, die von den herkömmlichen Radarsystemen nicht oder nur unzureichend erfasst werden.

Nach dem Fund einer Drohne mit Zünder und einem Paket Sprengstoff am Abend des 4. August 2026 war zunächst die mobile Drohnenabwehreinheit der Landespolizei nach Leipzig gerufen wurden. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte aber, das man bereits am Donnerstag vergangener Woche wieder abgerückt sei. Die Drohnenexperten befänden sich seitdem in Rufbereitschaft. Man überlasse die Kontrolle des Luftraums der Bundespolizei, die über die entsprechende Zuständigkeit verfüge. „Unsere Verantwortungsbereich endet am Zaun des Flughafengeländes“, so der Sprecher des Sächsischen Innenministeriums.

Unterdessen geht die Suche nach dem Verursacher des Anschlagsversuchs weiter. Ermittler haben eine DNA-Spur gesichert. Wie die Bild-Zeitung und Die Zeit übereinstimmend aus Sicherheitskreisen erfuhren, stimmt das auf der Drohne nachgewiesene genetische Material mit einer Spur überein, die beim Brandanschlag auf das DHL-Logistikzentrum in Leipzig am 20. Juli 2024 gesichert werden konnte. Nach diesen Medieninformationen konnte die DNA bislang keiner konkreten Person zugeordnet werden. Die Spur solle nach Litauen führen. Eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft wollte die Medienberichte auf Nachfrage der Ostdeutschen Allgemeinen nicht kommentieren. Sie verwies auf laufende Ermittlungen.