Dafür, dass ihm ein Zeitungskommentator vor gar nicht langer Zeit eine „solide Unauffälligkeit“ attestiert hat, ist Steffen Bilger in den vergangenen Tagen ganz schön auffällig gewesen. Er schob wegen des Niedrigwassers in Rhein und Donau mitten in der Ferienzeit eine Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen an, er stellte das Konzept der Bahn zur Sanierung des Schienennetzes grundsätzlich in Frage, und er will Bonuszahlungen an die Vorstände des Staatskonzerns nur noch genehmigen, wenn die Züge auch wirklich pünktlicher werden. Kurzum: Bilger wirbelte als neuer Bundesverkehrsminister in den ersten 14 Tagen im Amt mehr Staub auf als ein gewisser Herr Schnieder in 14 Monaten.