Millionen Häuser in Deutschland gehören den Babyboomern. In den kommenden Jahrzehnten dürften viele davon verkauft oder an die nächste Generation weitergegeben werden. In Ostdeutschland ist ihr Anteil teilweise besonders hoch: In der Uckermark zum Beispiel rechnet die Immobilienplattform Jacasa fast jede zweite Eigentumsimmobilie den Babyboomern zu. Auch mehrere Landkreise in Sachsen und Thüringen liegen weit über dem bundesweiten Durchschnitt.Gleichzeitig schrumpft in vielen dieser Regionen die Bevölkerung. Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erwartet das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im „Postbank Wohnatlas 2026“ bereits bis 2035 sinkende reale Preise für Bestandswohnungen. Was passiert, wenn dort in den kommenden Jahren immer mehr Häuser der Babyboomer auf den Markt kommen? Immobilienexperten erklären, ob im Osten tatsächlich eine Angebotswelle bevorsteht – und ob Häuser dadurch günstiger werden.
Diese Ost-Regionen stehen vor dem größten Generationenwechsel
Bundesweit befinden sich nach der Jacasa-Schätzung rund 4,8 Millionen Häuser und Wohnungen in der Hand der Babyboomer– knapp ein Drittel der etwa 14 Millionen Eigentumsimmobilien. In der Uckermark sind es demnach 47,7, in Meißen 44,4 und in Saalfeld-Rudolstadt rund 43 Prozent. Im Altenburger Land und in Zwickau kommt bereits bestehender Leerstand hinzu.








