Die eigene Immobilie ist für viele Deutsche der wichtigste Baustein der Altersvorsorge. Berücksichtigt man Inflation und Kaufkraft sind Wohnimmobilien laut einer Studie heute aber weniger wert als vor einem Jahr.
06.08.2026, 09.45 Uhr
Einfamilienhaus-Siedlung in Schleswig-Holstein: Angebotspreise werden häufiger nach unten korrigiert
Der Immobilienmarkt in Deutschland kühlt sich spürbar ab. Wohnimmobilien verteuerten sich im zweiten Quartal nur noch moderat, wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu seinem aktuellen Greix-Kaufpreisindex mitteilte. Demnach kosteten Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal 0,4 Prozent und Einfamilienhäuser 1,9 Prozent mehr. Bei Mehrfamilienhäusern fielen die Preise sogar um 3,5 Prozent.
Inflationsbereinigt, also gemessen in aktueller Kaufkraft, zeigt sich noch ein gänzlich anderes Bild: Im Vorjahresvergleich liegen alle drei Segmente im Minus: Eigentumswohnungen 2,1 Prozent, Einfamilienhäuser 0,7 Prozent und Mehrfamilienhäuser 5,9 Prozent, wobei die Aussagekraft des Werts bei Mehrfamilienhäusern aufgrund weniger Transaktionen eingeschränkt ist.»Nominal steigen die Preise zwar weiter, doch der Auftrieb hat sichtbar an Schwung verloren«, sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. Entscheidend sei der Blick auf die Kaufkraft. »Im Jahresvergleich liegen alle drei Marktsegmente real im Minus.«












