In den kommenden Wochen sind erneut steigende Preise für Grafikkarten zu erwarten. Die ohnehin schon extremen Preise könnten nochmals um rund 20 Prozent steigern. Der Grund: Mit Beginn des Augusts haben die Kartenhersteller wie Asus, Gigabyte und MSI angefangen, Nvidias Preiserhöhungen weiterzugeben.

Häufig kaufen diese Unternehmen von Nvidia ein Bundle aus GPU und Speicherchips. Das ist zwar, wie lange üblich, von Seiten Nvidias nicht mehr Bedingung für das Zustandekommen eines Geschäfts, aber in Zeiten der Speicherkrise offenbar immer noch attraktiv. Die Kartenhersteller müssen sich nicht selbst um die Beschaffung der raren Chips kümmern und bekommen zumindest genügend Bausteine, um die verfügbaren GPUs auch bestücken zu können. Dass das Bundle-Geschäft immer noch praktiziert wird, hat beispielsweise Asus dem YouTube-Kanal Gamers Nexus erst auf der Computex im Juni bestätigt.

Wie Wccftech unter Berufung auf das chinesische Forum „Board Channels“ berichtet, haben Asus, Gigabyte und MSI ihre direkten Kunden sowie Großhändler vor Kurzem über die Preissteigerungen informiert. Alle drei Unternehmen geben in den zitierten Mitteilungen, deren Inhalt sich nicht unmittelbar überprüfen lässt, an, dass der Abgabepreis von Grafikkarten um 20 Prozent steigen soll. In der Regel kommen solche Preissteigerungen im Einzelhandel mit zwei bis drei Wochen Verzögerungen an, wenn die Einzelhändler verkaufte Produkte nachbestellen.