Die EU will ab Januar 2027 komplett aus dem russischen LNG und ab Oktober auch aus dem Pipeline-Gas aussteigen. Die neuesten Daten des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA), eines führenden Datenanalyse-Unternehmens mit Sitz in Helsinki, zeigen nun: Russisches Flüssigerdgas (LNG) hat in der EU zuletzt im Juli deutlich an Bedeutung verloren. Zugleich ist russisches Pipeline-Gas innerhalb der russischen Gaslieferungen in die EU wieder nach vorn gerückt.Noch im Juni entfielen 52 Prozent des Werts aller russischen Fossilenergieimporte der EU auf LNG – das entsprach 993 Millionen Euro. Pipeline-Gas machte mit 379 Millionen Euro lediglich 25 Prozent aus. Im Juli drehte sich das Verhältnis deutlich: Pipeline-Gas erreichte 38 Prozent beziehungsweise 561 Millionen Euro, russisches LNG nur noch 36 Prozent beziehungsweise 526 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang der LNG-Importe aus Russland von rund 47 Prozent, gemessen am Wert.
Weniger LNG für Frankreich und Co.: Russland liefert mehr nach Asien
Die Entwicklung spiegelt sich auch in Russlands Exporterlösen wider. Nach CREA gingen die Einnahmen des Landes aus LNG-Exporten im Juli gegenüber dem Vormonat von 60 auf 38 Millionen Euro pro Tag zurück (−36 Prozent). Gleichzeitig stiegen die Einnahmen aus Pipeline-Gas von 60 auf 71 Millionen Euro pro Tag (+27 Prozent), während die exportierten Mengen um 20 Prozent zunahmen.






