Die EU will ab Anfang 2027 aus dem russischen Flüssigerdgas (LNG) und ab Oktober dann auch komplett aus dem russischen Pipeline-Gas aussteigen. Jetzt stellt sie der Türkei beim künftigen Gashandel neue Bedingungen.Die Mitgliedstaaten wollten Erdgas aus der Türkei künftig nur noch dann beziehen, wenn dessen nicht-russische Herkunft nachgewiesen werden könne. Das hat der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar jetzt in einem Interview mit dem türkischen Fernsehsender A Haber bestätigt.
EU will offenbar Gas aus dem türkischen Sakarya-Gasfeld: Was Ankara jetzt dazu sagt
„Unsere europäischen Partner kommen auf uns zu und sagen, dass sie Gas beziehen möchten, das nicht aus Russland stammt“, erklärte Bayraktar. Besonders gefragt sei dabei Erdgas aus dem türkischen Sakarya-Gasfeld im Schwarzen Meer. Doch die Türkei könne diese Mengen nicht einfach in großem Stil nach Europa weiterreichen. Der eigene Gasbedarf des Landes bleibe hoch, wie Bayraktar ausdrücklich betonte. Deshalb sei Ankara weiterhin auf zusätzliche Importe angewiesen, darunter auch auf russisches Gas, das über TurkStream und Blue Stream ins Land komme.
Sobald türkisches Fördergas, russische Lieferungen oder andere importierte Mengen in dasselbe Pipeline-System eingespeist werden, lässt sich später nicht mehr eindeutig erkennen, welches einzelne Gas ursprünglich aus welchem Land stammt. „Die Herkunft des Gases, das in eine Pipeline gelangt, ist unbekannt“, sagte Bayraktar dazu.







