Russlands Ära als engster militärischer Partner Syriens ist vorbei. Die russischen Militärbasen am Mittelmeer gehen an die neue syrische Regierung.

Der Russische Luftwaffenstützpunkt Latakia in Syrien im Dezember 2024

Adrien Vautier/Le Pictorium/imago

Einst galten der Hafen in Tartus und der Flughafen in Latakia an Syriens Mittelmeerküste als Symbole für Russlands enge Partnerschaft mit Diktator Baschar al-Assad. Sie waren Moskaus wichtigste Militärbasen am Mittelmeer – und die einzigen, die nicht in ehemaligen Sowjetstaaten lagen. Diese Ära ist nun offiziell zu Ende. Nach monatelangen Diskussionen wurden der Hafen und der Flughafen am Sonntag in die Kontrolle der neuen syrischen Regierung übergeben.

Anderhalb Jahre hatten Syriens neue Machthaber mit Russland verhandelt. Laut dem vereinbarten Abkommen sollen die einst russischen Armeeeinrichtungen nun binnen drei Monaten zu „gemeinsamen Ausbildungszentren“ für die syrische Armee werden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.