Sechs westliche Regierungen, darunter Deutschland, warnen ihre Bürger vor Reisen nach Syrien und in weite Teile des Irak. Moskau sieht das anders. Vom 16. August an fliegt Syrian Airlines wieder direkt nach Damaskus, erstmals seit dem Sturz von Machthaber Bashar al-Assad im Dezember 2024.Rund 350 Dollar kostet ein Platz in der Economy, die Reise dauert knapp fünf Stunden. Syrian Airlines verkauft nach Angaben der russischen Nachrichtenseite RTVI wieder Tickets zwischen Damaskus und Moskau, die syrische Zivilluftfahrtbehörde bestätigte den Start nach Angaben der Staatsagentur Sana. Geflogen wird einmal pro Woche, immer sonntags.

Auch das Nachbarland nimmt den Flugverkehr wieder auf. Iraqi Airways hat die Verbindung zwischen Bagdad und Moskau bereits am Dienstag wieder aufgenommen, laut Interfax-Angaben zweimal wöchentlich. Beide Strecken lagen seit dem Frühsommer zunächst still, als der Krieg zwischen Israel, den USA und Iran den Luftraum über weiten Teilen des Nahen Ostens sperrte. Jetzt öffnet er sich wieder, zuerst für Moskau.

Die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Kanada und Australien halten ihre Reisehinweise dagegen aufrecht. Sie verweisen auf Terrorismus, bewaffnete Auseinandersetzungen, Entführungsrisiken und eingeschränkte konsularische Hilfe. Für Syrien gelte die Warnung uneingeschränkt für das gesamte Land. Der irakische Botschafter in Moskau, Abdul-Karim Hashim Mustafa, warb den Angaben zufolge dennoch aktiv um russische Touristen. Restaurants hätten bis zwei Uhr morgens geöffnet, das Leben sei „absolut sicher“.