Die syrische Übergangsregierung hat sich nach eigenen Angaben mit Russland darüber geeinigt, wie die beiden verbliebenen russischen Militärstützpunkte künftig genutzt werden sollen. Der Marinestützpunkt Tartus und der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim sollten in »gemeinsame Ausbildungszentren« umgewandelt werden, meldete die syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf das Außenministerium in Damaskus.
Der Schritt erfolge im Rahmen neuer Vereinbarungen, welche »die beiderseitigen Interessen wahren« sollen, meldete die Agentur weiter. Die Umwandlung solle binnen drei Monaten vollzogen werden. Der Vereinbarung gingen anderthalb Jahre lang andauernde Verhandlungen voraus.Der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und der Marinestützpunkt Tartus sind die einzigen russischen Militärbasen im Ausland, die nicht in ehemaligen Sowjetstaaten liegen. Beide befinden sich im Westen Syriens an der Mittelmeerküste.
Russland war ein wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad während des 14 Jahre lang andauernden Bürgerkriegs in Syrien. Moskau unterstützte damals die syrische Armee, indem russische Soldaten Luftangriffe auf die von Dschihadisten kontrollierten Gebiete flogen.Nach Assads Sturz durch Dschihadisten im Dezember 2024 verlor Russland stark an Einfluss in der Region. Bei einem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Moskau Ende Januar lobte der russische Präsident Wladimir Putin dessen Erfolge. Keiner der beiden sprach dabei die militärische Präsenz Russlands in Syrien an.










