Wer hätte das gedacht. Kaum steht in Mecklenburg-Vorpommern eine Landtagswahl vor der Tür, öffnen sich plötzlich die finanziellen Schleusen. Allein in dieser Woche wandern elf rote Umschläge mit Zuwendungsbescheiden über Tische und Theken. Elf in einer einzigen Woche. Wer glaubt, das sei Zufall, dem sei versichert, dass es in der Politik keine Zufälle gibt, nur Kalender.

Für die amtierende Koalition aus SPD und Linke, die das Verteilen von Fördermitteln in den letzten Jahren zur Kunstform erhoben hat, scheint die Timing-Frage offenbar zweitrangig. Hut ab für diese politische Punktlandung.

Schauen wir einmal auf das Füllhorn an Zuwendungen. Seit dem 1. Juli 2026 dokumentieren die offiziellen Mitteilungen der Landesregierung mindestens 16 Förderfälle, darunter sind zwölf handfeste Zuwendungsbescheide und vier weitere Zusagen. Die Summen reichen von 80.000 Euro für ein Feuerwehrauto in Storkow bis zu 23 Millionen Euro für eine neue Mensa in Rostock. Und natürlich wird die ganze Bandbreite des Landes bedacht: Jagdverbände, Kliniken, Landwirtschaftsbetriebe, Beratungsstellen und Feuerwehren. Es soll ja schließlich keiner zu kurz kommen vor dem anstehenden Urnengang.

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