Trotz der Stärke der AfD könnte ein Bündnis aus SPD, Linke und Grüne nach der Landtagswahl regieren. Das hat viel mit Manuela Schwesig zu tun.

Auch wenn es hier am Strand der Ostsee nicht so aussieht, der Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern ist in vollem Gange

Jens Büttner/dpa

W er hätte das gedacht: Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern dreht sich dort die politische Stimmung. Die AfD liegt in den Umfragen mit 36 Prozent der Wählerstimmen nach wie vor vorn, aber SPD und Grüne holen auf. Zwar im Mikrobereich mit einem oder zwei Prozentpunkten, trotzdem schält sich die Möglichkeit eines rot-rot-grünen Bündnisses heraus. SPD, Linke und Grüne hätten aktuell nur eine seidenpapierdünne Mehrheit, aber wer sagt denn, dass da nicht mehr geht? Nun sind Umfragen immer fehlerbehaftet, und bis zum Wahltag am 20. September kann noch viel passieren. Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) legt sich ziemlich ins Zeug und punktet durch einen engagierten Wahlkampf – der diese zarte Wechselstimmung anschiebt.