Dass Collien Monica Fernandes mit den Vorwürfen gegen Christian Ulmen an die Öffentlichkeit gegangen ist, hat weitreichendere Folgen für ihr Familienleben als bisher bekannt. Ihre gemeinsame Tochter, so teilte es Fernandes am Sonntag in einem Statement auf Instagram mit, habe den Kontakt zu ihr abgebrochen. „Die Basis dieses Kontaktabbruchs sind Lügen, die er kolportierte“, schreibt Fernandes über Ulmen.Sie wirft ihrem ehemaligen Mann vor, über mindestens ein Jahrzehnt hinweg digitalen Missbrauch betrieben zu haben. Im Namen von Fernandes soll Ulmen mit Dutzenden Männern geflirtet und Cybersex gehabt, von ihrer Vergewaltigung phantasiert und falsche pornographische Aufnahmen von ihr verbreitet haben. Ulmen bestritt die Vorwürfe zuletzt gegenüber der F.A.Z.Hinzu kommt: Der Schauspieler soll Fernandes gegenüber auch gewalttätig geworden sein und sie bedroht haben. Wegen zweier Vorfälle in dem gemeinsamen Anwesen auf Mallorca ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.Auch über einen dieser Vorfälle von mutmaßlicher häuslicher Gewalt habe Ulmen ihre 14 Jahre alte Tochter belogen, erklärt Fernandes nun. Er habe sich in der Öffentlichkeit und vor der Vierzehnjährigen fälschlicherweise als Opfer inszeniert.Eigentlich hatten sie das Wechselmodell praktiziertSeit ihrer Trennung hatten die beiden Prominenten die Vierzehnjährige eigentlich nach dem Wechselmodell betreut: Eine Woche lebte die Tochter bei Ulmen, eine Woche bei Fernandes. Auf Instagram schreibt die Moderatorin nun, nach einem Gespräch zwischen Ulmen und ihrer Tochter „wurde mir erstmalig mein Umgang abgesagt“. Statt mit ihr zu verreisen, habe die Tochter angeblich lieber einen Schauspielworkshop besuchen wollen. Ulmens Anwalt ging auf Nachfragen der F.A.Z. am Montag nicht ein, sondern teilte mit, „dass zahlreiche Aussagen nachweisbar falsch“ seien.Mit ihrem Statement kam die vierundvierzigjährige Moderatorin der Ausstrahlung eines RTL-Interviews mit einer ehemaligen Nanny der Tochter zuvor. Fernandes wirft der Nanny vor, ein „Sprachrohr“ Ulmens zu sein. „Ich persönlich finde, dass das Kinderthema NICHT in die Öffentlichkeit gehört. Er sieht das scheinbar anders“, schreibt Fernandes.„Eigentlich möchte ich gar nicht so gern übers Kind reden“RTL hat die Nanny, die jahrelang für die Familie gearbeitet haben soll, anonym interviewt. Die Aussage der Frau wird mit den Worten anmoderiert: „Das, was sie gleich sagen wird, ist fast das Schlimmste, was man einer Mutter sagen kann.“ Als Schnittbild wird die Definition von „Demütigung, die“ eingeblendet: „Bedeutung: tiefe Kränkung, Herabwürdigung“. Die Nanny sagt, „das Kind“ leide darunter, dass Fernandes mit ihren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen sei. „Das Einzige, was die Tochter halt gerne wollte, ist, dass Mama ein bisschen mehr für sie da ist.“„Eigentlich möchte ich gar nicht so gern übers Kind reden“, sagt Fernandes, als Moderatorin Frauke Ludowig sie nach der Tochter fragt. „Das ist jetzt zwangsweise so.“ Sie erzählt dann, widerwillig, dass sie ihre Tochter „jetzt schon Wochen“ nicht gesehen habe.Die Boulevardzeitung „Bild“ schrieb am Sonntag, ihr hätten „seit Langem auch Informationen über den Kontaktabbruch“ vorgelegen: „BILD hat aus Rücksicht auf die Privatsphäre des Kindes nicht berichtet.“ RTL hat diese Skrupel nicht. Auf einem Werbevideo für den Beitrag auf Instagram spricht Frauke Ludowig darüber, wie schlecht es Fernandes während des Gesprächs ging: „Es ist überhaupt kein einfaches Interview für sie. Immer wieder füllen sich ihre Augen mit Tränen.“
Collien Fernandes: Kein Kontakt zur Tochter wegen Christian Ulmen
Eigentlich wollte Collien Fernandes die gemeinsame Tochter mit Christian Ulmen aus der Öffentlichkeit heraushalten. Dann interviewt RTL eine ehemalige Nanny. Und Fernandes sieht sich gezwungen, zu reagieren.






