Ein Team bei der NASA hat den Stromverbrauch der Weltraumsonde Voyager 2 so stark senken können, dass die drei noch aktiven Instrumente an Bord mindestens ein Jahr länger betrieben werden können als zuletzt geplant. Damit hat das vorab angekündigte, „Big Bang“ getaufte Sparmaßnahme eine erste Hürde gemeistert. In den kommenden Monaten soll sie auch bei Voyager 1 durchgeführt werden.
Wie die US-Weltraumagentur ausführt, geht es um die Abschaltung bestimmter Geräte und deren Ersatz durch weniger energieintensive Alternativen, ohne dass die Weltraumsonde dadurch zu stark abkühlt. Hätte die Maßnahme nicht funktioniert, hätte man noch vor Jahresende ein weiteres Messinstrument an Bord von Voyager 2 abschalten müssen.
Fast ein halbes Jahrhundert unterwegs
Die Energiesparmaßnahmen sind nur die jüngsten in einer langen Liste vorheriger Änderungen an der Funktionsweise der Sonden, die deren Lebenszeit verlängern sollen. Die beiden sind jetzt fast 49 Jahre unterwegs und beziehen ihren Strom aus Radioisotopengeneratoren, die beim Zerfall von Plutonium entstehende Wärme in Strom umwandeln. Da der Plutoniumvorräte kleiner und die Effizienz geringer wird, verlieren sie inzwischen jedes Jahr etwa 4 Watt an Leistung, erklärt die NASA. Dadurch seien „die Leistungsreserven der Raumfahrzeuge mittlerweile hauchdünn geworden“, schreibt die Weltraumagentur. In der Vergangenheit wurde deshalb schon die Mehrheit der Instrumente an Bord deaktiviert, noch sammeln aber zwei (Voyager 1) beziehungsweise drei (Voyager 2) Daten. Das soll nun noch etwas länger möglich sein.












