Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesJuli-Rekord bei MeerestemperaturenJuni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nieWo es an diesem Sonntag wieder heiß wirdNeues Rekord-Tief an den Rhein-PegelnNiedrigwasser der Donau gibt in Budapest tote Wehrmachtssoldaten freiBinnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-Route Der Wassermangel im Rhein könnte dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im mittleren Flussabschnitt unterbrechen. „Wegen ausbleibender Niederschläge wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert“, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post. „Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt.“Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt“, sagte Schwanen.Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen. Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer.Welche Auswirkungen das Niedrigwasser auf den Tourismus am Rhein hat, lesen Sie hier:Lilly ZerbstHitze und Trockenheit setzen Schmetterlingen zuIn Bayern gibt es in diesem Jahr weniger Schmetterlinge als sonst. „In vielen Regionen Bayerns scheinen momentan zwar viele verschiedene Schmetterlingsarten vorzukommen, allerdings teilweise nur in geringer Anzahl“, sagte Simon Habermann laut Mitteilung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV). Bereits im Frühsommer seien vergleichsweise wenige Individuen gezählt worden. Das könnte der Mitteilung zufolge daran liegen, dass sowohl die Futterpflanzen der Raupen als auch die Blüten, aus denen die Schmetterlinge Nektar saugen, nicht wachsen oder vertrocknen, wenn es zu lange heiß ist und nicht regnet. Die Auswirkungen können dabei je nach Art, Lebensraum und Region unterschiedlich ausfallen. Auch die im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ erhobenen Daten deuten auf eine geringere Individuenzahl hin: Während im Juli 2025 mehr als 1000 Meldungen der drei Arten Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet. Dies könne aber auch daran liegen, dass viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen verstärkt in den kühleren Morgen- und Abendstunden fliegen und so seltener bemerkt werden.Juli-Rekord bei MeerestemperaturenDer Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño heizen die Weltmeere weiter auf. Wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus mitteilte, wurden im Juli dieses Jahres die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen verzeichnet.Der Durchschnittswert betrug 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion.Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher.Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert von 1850 bis 1900. Im Pariser Klimaabkommen von 2016 hatte sich die Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nieIm Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Juni-Mittel von 1991 bis 2020. Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten.Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau. Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar.Der Wasserstand der Flüsse lag in großen Teilen der trockenen Regionen deutlich unter dem langjährigen Mittel und erreichte örtlich sogar außergewöhnlich niedrige Werte. Besonders betroffen waren demnach die Seine, der Rhein und die Donau. Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023. Hitze-Warnung im Süden – zum Schulstart in ersten Bundesländern In der Südhälfte Deutschlands wird der Wochenstart wieder schweißtreibend – ausgerechnet zum Schulbeginn in drei Bundesländern. Der Deutsche Wetterdienst gab für mehrere Regionen abermals eine Warnung vor Hitze heraus. Sie gilt zunächst bis 19 Uhr für einen Großteil der Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Zugleich steigt am Montag die Gefahr von Gewittern.Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen.Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet.Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. „Sonst zunächst heiter bis sonnig und meist trocken, im Tagesverlauf vom Südwesten bis zur Neiße sowie vom Schwarzwald bis nach Ober- und Niederbayern Quellwolken mit Schauern einzelnen teils kräftigen Gewittern“, heißt es in der Vorhersage von Sonntag.Lilly ZerbstTrockenheit: Wie ist der Wasserstand in Ihrer Region?In Deutschland sind die Pegel von Flüssen, Seen und Grundwasser stark gesunken. Zuflüsse des Rheins sind im Juli teilweise versiegt, und bei Konstanz hat der Bodenseepegel einen saisonalen Tiefststand erreicht. Niedrigwasser gibt es in Mitteleuropa fast jährlich. Allerdings haben sich die Niedrigwasser-Ereignisse in den vergangenen Jahren intensiviert. An mehr als der Hälfte der 257 ausgewählten Messstellen in Deutschland ist der Grundwasser-Pegel aktuell sehr niedrig oder sogar extrem niedrig.Wie niedrig der Wasserstand in verschiedenen Regionen Deutschlands ist, zeigen von der SZ aufbereitete Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde:Lilly ZerbstKlimabewegung hat trotz Rekordhitze keinen Zulauf„Fridays for Future“ Berlin hatte zu einer „Hitzedemo“ vor dem Bundeskanzleramt aufgerufen. Doch statt einer Million, statt Hunderttausenden, kamen am Donnerstag nur etwa 300 Menschen, so die Angaben der Polizei. Darunter war auch Luisa Neubauer. Die Regierung sei eine Katastrophe, sagt die Klimaaktivistin, aber die Gesellschaft sei solidarisch. SZ-Autorin Sonja Zekri fragt sich: Warum gehen dann so wenige Menschen auf die Straße?Luzia GeierWo es an diesem Sonntag wieder heiß wirdDer Deutsche Wetterdienst hat für Teile Süddeutschlands eine Hitzewarnung herausgegeben. Sie gilt ab elf Uhr für Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Belastung könne für Menschen gefährlich werden und zu Problemen mit der Gesundheit führen. Weiter heißt es: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl.“Der Vorhersage zufolge wird es heute verbreitet heiß, in Süddeutschland bei Werten um die 35 Grad sogar teils sehr heiß. Lediglich im äußersten Nordwesten werde die 30-Grad-Marke nicht überschritten. Im Tagesverlauf kann es vor allem über dem Bergland im Südwesten Quellwolken geben, die vereinzelt Schauer oder auch ein Gewitter bringen. Eine größere Abkühlung ist aber erst einmal nicht in Sicht. Lilly ZerbstNeues Rekord-Tief an den Rhein-PegelnDie Pegelstände am Rhein sind in Nordrhein-Westfalen noch weiter gesunken und haben an allen vier großen Messstationen neue historische Tiefstwerte erreicht. In Düsseldorf war der Pegelstand mit 15 Zentimetern so niedrig wie noch nie und unterschritt das erst wenige Tage alte Rekordtief von 20 Zentimetern deutlich. Das geht aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervor.Am Pegel Duisburg-Ruhrort betrug der Wert 145 Zentimeter und unterbot damit den bisherigen Tiefstand vom vergangenen Sonntag (148 Zentimeter). In Köln war der Pegelstand schon am Donnerstag unter den erst vor wenigen Tagen gemessenen historischen Tiefstwert von 67 Zentimetern gefallen und sank dann weiter auf nun 60 Zentimeter. In Emmerich bewegt sich der Pegelstand bereits seit Tagen im negativen Bereich. Der Schwimmer des Pegels liegt trocken - eine Sonde liefert die Daten. Inzwischen ist der Wert auf den neuen Tiefstand von minus sechs Zentimeter gesunken.Die Fahrrinne im Rhein ist wesentlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. Schiffe können zwar weiter fahren, allerdings nur mit viel weniger Fracht als normalerweise. Erholung ist in nächster Zeit nicht in Sicht: Bis einschließlich Dienstag werden die Pegelstände laut Prognose allenfalls um wenige Zentimeter steigen und somit auf niedrigem Niveau verharren. Die Pegelstände der einzelnen Messstationen am Rhein sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle Pegel gibt. Niedrigwasser der Donau gibt in Budapest tote Wehrmachtssoldaten freiDas Niedrigwasser der Donau hat in Budapest die Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten, ein Motorrad und Tellerminen freigegeben. Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hätten die Gebeine der Soldaten exhumiert, teilte der Volksbund mit. Wegen der entdeckten 35 Tellerminen zur Panzerabwehr sei auch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz gewesen.„Der Volksbund rechnet damit, dass auch aus Schiffswracks, die derzeit aus Flüssen auftauchen, Kriegstote zu bergen sein könnten“, heißt es in einer Mitteilung. Das Motorrad und zwei entdeckte Erkennungsmarken seien gut erhalten, weil der Hafenschlamm mit Gasöl vermischt sei.Hitze und Trockenheit führten zu einem Rekord-Tiefstand der Donau. Dieser hat auch den Verkehr der Flusskreuzfahrtschiffe auf dem Budapester Abschnitt des Stromes zum Erliegen gebracht.Luzia GeierWohnungslosenhilfe warnt vor Gefahren für ObdachloseAngesichts der extremen Hitze hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vor lebensgefährlichen Folgen für Obdachlose gewarnt. Wer auf der Straße lebe, trage das höchste Risiko bei Extremhitze, sagte Geschäftsführerin Sabine Bösing der Rheinischen Post.„Ohne Zugang zu Wasser, Schatten oder kühlen Räumen sind wohnungslose Menschen der extremen Hitze schutzlos ausgeliefert.“Sabine Bösing (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe)Viele litten laut Böning bereits unter Vorerkrankungen, die durch die Hitze weiter verschärft würden. Neben Akuthilfen sei auch der „Schutz von kühlem Wohnraum“ nötig, sagte die Geschäftsführerin weiter. Hitzeschutz müsse eine verbindliche Pflichtaufgabe von Staat und Kommunen werden. Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) mahnte, besonders gefährdete Menschen bräuchten „verlässlichen Schutz“. Länder und Kommunen müssten flächendeckende Hitzeaktionspläne umsetzen, sagte SoVD-Chefin Michaela Engelmeier der Zeitung.Luzia GeierStädte- und Gemeindebund fordert „Kraftakt für Wasserversorgung“Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der anhaltenden Hitze einen „nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die Klimaanpassung“ in den Kommunen. „Bereits jetzt ist die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen“, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Ralph Spiegler, der Rheinischen Post. Deutschland müsse Wasser daher „künftig als strategische Ressource begreifen“.Die wirtschaftlichen Folgen der Hitze- und Dürreperioden seien „längst Realität“, betonte der Verbandsvertreter. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft Studien zufolge „zwischen 430 und 984 Millionen Euro aufgrund von sinkender Produktivität“. Das gefährde Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand, mahnte Spiegler. Die Kommunen allein könnten dieses Problem nicht lösen. „Deshalb brauchen wir eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz und damit eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder.“Bilger plant wegen Niedrigwasser Lkw-Fahrten an Sonntagen Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger plant angesichts des historischen Niedrigwassers im Rhein auf alternative Transportrouten auszuweichen. "Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir können dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft gut durch diese Zeit kommt", sagte der CDU-Politiker im Anschluss an ein Spitzentreffen mit Vertretern aus Schifffahrt, Häfen und Wirtschaft. Wenn der Verkehr auf der Wasserstraße Rhein nur noch eingeschränkt möglich sei, dann müsse man verstärkt auf Straße und Schiene ausweichen. Die Gütertransportgesellschaft DB Cargo hat laut Bilger zugesichert, die vom Niedrigwasser betroffene Industrie zu unterstützen, mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Zwar gebe es derzeit noch keine Versorgungsengpässe, die Gefahr bestehe aber.Daher plane man nun Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot für Sonn- und Feiertage. „Ich habe bereits mit den Ländern gesprochen und große Bereitschaft dazu erkennen können“, so Bilger. Zudem habe man die bundeseigene Autobahngesellschaft angewiesen, alles daranzusetzen, Ausweichverkehr nicht durch vermeidbare Baustellen auszubremsen. Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) äußerte sich in Vorfeld skeptisch zu dem Vorschlag. „Die Fahrer müssten dann stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die mit hohen Bußgeldern versehenen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeitenverordnung einzuhalten“, sagte Vorstandssprecher Dirk Engelhardt der Rheinischen Post. Die verfügbare Lenkzeit werde dadurch nicht erhöht.Bilger hatte für Donnerstagnachmittag vor allem Vertreter der Industrie und der Logistikbranche zu einem Spitzengespräch nach Bonn geladen. Der Nachrichtenagentur Reuters hatte er diese Woche gesagt, die Situation am Rhein sei ungewöhnlich früh im Jahr schon sehr angespannt. Es ging bei dem Krisentreffen aber nicht nur um kurzfristige, sondern auch um langfristige Maßnahmen. Als Beispiele nannte Bilger den Ausbau von Fahrrinnen und die Umrüstung von Schiffen, damit diese auch bei künftigen Niedrigwasser-Lagen fahren könnten. Elbe in Magdeburg erreicht niedrigsten WasserstandDie Elbe in Magdeburg hat den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Messungen im Jahre 1727 erreicht. Laut Elwis-Vorhersagesystem der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wurden am Pegel Strombrücke am Donnerstagvormittag 44 Zentimeter gemessen. Der bisher niedrigste gemessene Wasserstand der Elbe in Magdeburg datiert vom 31. Juli 2019, als am Pegel Strombrücke 45 Zentimeter gemessen wurden. Am Montag könnte der Wert gar auf 40 Zentimeter fallen.„Insgesamt lässt sich feststellen, dass wir uns in einer lang anhaltenden Niedrigwasserperiode befinden“, sagte Pavel Knotek von der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe in Magdeburg. So habe die Elbe seit dem Jahr 2015 fast in jedem Sommer für mehrere Wochen extremes Niedrigwasser. Seitdem tauchen im Flussgebiet zwischen dem tschechischen Děčín und Magdeburg an die 100 sogenannte Hungersteine und historische Niedrigwassermarken auf.Trockenheit und niedrige Wasserstände haben dazu geführt, dass seit April kaum noch Frachtschiffe auf der Elbe zwischen Magdeburg, Dresden und der tschechischen Grenze verkehren.Mehr ladenTickarooLive Blog Software