Mit der Absage der Investorenpläne der Fifa geben sich einige Kontinentalverbände nicht zufrieden. In einem gemeinsamen Statement fordern sie eine Führung, die »dem Fußball dient« und nicht versucht, ihn »zu beherrschen«.
10.08.2026, 11.13 Uhr
Gianni Infantino
Die Fußball-Konföderationen Uefa (Europa), AFC (Asien) und Concacaf (Nord- und Mittelamerika) haben Fifa-Präsident Gianni Infantino in einer gemeinsamen Erklärung erneut scharf kritisiert. »Führung im Fußball ist kein Besitz«, heißt es in dem Statement. Wer sich über das Kollektiv stelle, das ihm Autorität anvertraut habe, und Vertrauen »durch Täuschung« breche, habe seine Pflicht gegenüber der »Fußballfamilie« aufgegeben.
Infantino steht seit Tagen in der Kritik, weil er einen Teil der WM-Rechte an Investoren verkaufen wollte. Dagegen regte sich Widerstand, die Uefa droht mit einem Boykott von Fifa-Wettbewerben. Der Weltverband verwarf die Pläne, die Boykottdrohung wurde dennoch von der Uefa erneuert.In dem neuen Schreiben werfen die drei Verbände der Fifa-Führung unter anderem vor, das Vorhaben in einem engen Zeitrahmen vorangetrieben und die Mitgliedsverbände nicht ausreichend beteiligt zu haben. Es gehe nicht um zusätzliche Einnahmen, sondern um »Integrität« und »gute Führung«, heißt es.










