PfadnavigationHomeSportFußballGescheiterte Investorenpläne„Führungsschwäche“, „Reihe von Fehltritten“ – die nächsten 41 Verbände wettern gegen InfantinoStand: 02:05 UhrLesedauer: 2 MinutenFifa-Chef Infantino steht nach dem Scheitern seines Investoren-Projekts unter Druck. „Ihm stehen schwere Monate bevor, um überhaupt noch an der Macht zu bleiben“, so Walter M. Straten, Vize-Chefredakteur Sport bei „Bild“.Nach den harschen Worten der Uefa äußert sich auch die für Nord- und Mittelamerika und die Karibik zuständige Concacaf zu den gescheiterten Investorenplänen der Fifa. Die Führung des Weltverbandes habe aufgehört, den Fußball an erste Stelle zu setzen.Der nächste Fußball-Kontinentalverband hat mit einer scharf formulierten Stellungnahme den Druck auf Fifa-Präsident Gianni Infantino weiter erhöht. Der ursprünglich geplante Investoren-Deal der Fifa sei „Symptom für eine Führung, die aufgehört hat, den Fußball an erste Stelle zu setzen“, teilte die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Concacaf in einer Stellungnahme mit.Die 41 Mitglieder der Concacaf begrüßten die Rücknahme des vorgeschlagenen Projekts, sehen das Thema damit aber alles andere als abgeschlossen an. „Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung, die von schlechter Regierungsführung und Führungsschwäche zeugt, reiht sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten. Eine umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft ist unerlässlich.“Lesen Sie auchZuvor hatte bereits die Uefa mit harschen Worten eine solche Aufarbeitung gefordert. „Diese Überprüfung muss gründlich und umfassend sein. Keine Option darf von vornherein ausgeschlossen werden“, hieß es in einer Mitteilung. „Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen.“ Die Uefa schrieb „von einem schäbigen, hinter verschlossenen Türen ausgehandelten und undurchsichtigen Deal“, der das „genaue Gegenteil von Transparenz“ sei.Concacaf: „Wir alle sind lediglich Verwalter“Die Concacaf lobte das entschiedene Vorgehen der Verbände gegen die Fifa-Pläne. „Die in dieser Woche von unseren Mitgliedsverbänden gezeigte Einheit hat bestätigt: Wenn Mut, Integrität und solide Führung im Vordergrund stehen, bleibt der Sport dort, wo er hingehört – in den Händen des Fußballs – und nicht in den Händen einer einzelnen Person“, hieß es in Richtung Infantinos. „Wir alle sind lediglich Verwalter, die einem Spiel dienen, das uns allen gehört.“Lesen Sie auchDie Pläne der Fifa um Infantino hatten vorgesehen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Für die Umsetzung wollte die Fifa das Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) gründen. In der Nacht zum Samstag hatte der Weltverband die Pläne nach massivem Widerstand unter anderem der Kontinentalverbände aufgegeben.dpa/luwi