Ja, unsere Zeiten sind kalt, nicht klimatisch, das nicht, aber zwischenmenschlich. Fast kommt es einem so vor, als würden im Strudel des kapitalistischen Selbstoptimierungsturbos bald alle singulär leben, denn die Andersartigkeit anderer Menschen halten ja alle immer weniger aus: Frauen wollen nicht mehr mit Männern, Junge nicht mehr mit Alten, Linke nicht mehr mit Linken usw. usf. Das Ich, um das heute alles kreist, obwohl wir eindeutig Herdentiere sind, hat sich gesellschaftlich erfolgreich gestählt, nur um dort, auf seiner seligen Anhöhe, in trauriger Schönheit einsam und allein zu sterben.

Neuen Halt in Algorithmen suchen

Ein bisschen so geht es auch den Protagonisten des Dokumentarfilms „Finding Connection“ von Florian Karner, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg. Dieser wollte ursprünglich einen Film nur über Einsamkeit machen, stieß bei seiner Recherche aber auf sogenannte KI-Companion-Apps, über die er auf fast 20 User stieß, deren Vertrauen er sich peu à peu erschloss.

Streaming-Kritk

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