Als ich neulich eine längere Konversation mit einem Chatbot führte, wurde mir plötzlich bewusst, wie viele persönliche Dinge ich gerade einer Maschine anvertraue, die von einem US-amerikanischen Unternehmen betrieben wird. Das ließ mich kurz innehalten. Anders als in sozialen Netzwerken, in denen wir bewusst zeigen, was andere von uns sehen sollen, verführen Chatbots dazu, intime Gespräche mit ihnen zu führen. Der Austausch ist schließlich nicht öffentlich.
Das Chatfenster spielt dabei eine Schlüsselrolle. Dort geben wir unsere persönlichsten Daten ein – und vergessen dabei schnell, dass unser Gegenüber kein Mensch ist. Das soll den Nutzen keineswegs schmälern. Sprachmodelle helfen, Gedanken zu ordnen, Texte zu strukturieren oder komplexe Recherchen schneller zu bewältigen. Je natürlicher diese Gespräche wirken, desto leichter verlieren wir jedoch aus dem Blick, dass wir mit einer Maschine sprechen. Genau diese Entwicklung haben wir in unserer neuen Ausgabe MIT Technology Review näher in den Blick genommen.
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