Sponsored ContentDer Verlust vermeintlicher Gewissheiten – Investieren in einer neuen WeltGeopolitische Machtverschiebungen, künstliche Intelligenz und die wachsende Staatsverschuldung verändern die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten grundlegend. Langfristig erfolgreich investieren kann nur, wer bereit ist, bisherige Denkmuster zu hinterfragen.Erstellt im Auftrag von LGT10.08.2026An den Finanzmärkten bricht eine Epoche an, in der vertraute ökonomische Gesetze nicht mehr zuverlässig gelten.AI / NZZ Story LabOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von LGT erstellt. Der Auftraggeber trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag. Hier geht es zu den NZZ-Richtlinien für Native Advertising.Eine unsichtbare Grenze im Raum, an der alte Gesetze zusammenbrechen: Mit diesem Bild beschreibt Mika Kastenholz, Global Head Investment Solutions bei LGT Private Banking, die Lage an den internationalen Kapitalmärkten. Der promovierte Naturwissenschafter der ETH Zürich greift den Begriff des Ereignishorizonts aus der Astrophysik auf, um einen Zeitpunkt zu veranschaulichen, an dem vertraute wirtschaftliche Zusammenhänge nicht mehr greifen. In der Physik bezeichnet der Ereignishorizont die Grenze eines Schwarzen Lochs, jenseits derer selbst Licht der Schwerkraft nicht mehr entkommen kann und unsere heutigen physikalischen Modelle an ihre Grenzen stossen. Übertragen auf die Finanzwelt, sieht Kastenholz Anlegerinnen und Anleger in einer vergleichbaren Übergangsphase, in der sich bisherige ökonomische Zusammenhänge nicht mehr zuverlässig auf die Zukunft übertragen lassen. «Die grösste Herausforderung für Anlegerinnen und Anleger ist heute nicht die Volatilität, sondern der Umstand, dass viele Annahmen der vergangenen Jahrzehnte nicht mehr selbstverständlich gelten», sagt er.Mika KastenholzGlobal Head Investment Solutions bei LGT Private BankingPDFünf Themenfelder prägten nach Einschätzung von Kastenholz den strukturellen Wandel: Geopolitik, gesellschaftliche Veränderungen, Staatsverschuldung, Klimawandel und künstliche Intelligenz (KI). An erster Stelle stehe die internationale Machtordnung. «Die Geschichte ist neu gestartet und unsere neoliberale Wirtschaftsordnung wird transformiert», sagt Kastenholz. Sichtbar werde dies am Krieg in Europa, an der Instabilität im Nahen Osten sowie an Chinas Anspruch, den USA bewusst kompetitiv entgegenzutreten. Neue Allianzen entstünden, während die Grundlagen der globalisierten Welt zunehmend unter Druck gerieten. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) überschrieb seinen jüngsten Wirtschaftsausblick mit dem Titel «Global Economy in the Shadow of War» und senkte seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum.Orientierung in einem unsicheren Umfeld biete der Blick auf historische Konstanten. Bei der Vermögensverwaltung greife LGT auf die über Generationen gewachsene Erfahrung der Fürstenfamilie von Liechtenstein zurück. «Wenn eine Familie erfolgreich mehr als 900 Jahre europäische Geschichte überdauert hat, ist das kein Zufall», sagt Kastenholz. Ein zentrales Prinzip sei das konsequente Denken in Szenarien: Statt auf eine bestimmte Entwicklung zu setzen, gelte es, sich auf unterschiedliche Zukunftsszenarien vorzubereiten. Wer für verschiedene Entwicklungen Handlungsoptionen bereithalte, werde von plötzlichen Wendungen an den Märkten weniger überrascht.Zu den geopolitischen Verwerfungen treten nach Einschätzung des in Hongkong lebenden Finanzexperten gesellschaftliche Entwicklungen hinzu: eine zunehmende Ungleichheit bei der Vermögensverteilung und ein wachsendes Misstrauen gegenüber den Institutionen, auf denen die westlichen Demokratien beruhen. Ein weiterer Belastungsfaktor sei die weltweit hohe Staatsverschuldung. Seit der Amtszeit von Alan Greenspan habe das Finanzsystem versucht, künftigen Konsum durch dauerhaft tiefe Zinsen in die Gegenwart vorzuziehen. Gleichzeitig seien steigende Vermögenspreise zunehmend als zusätzliche Wachstumsquelle verstanden worden. Kastenholz sieht dieses Modell kritisch: «Ein System, das den Konsum der Zukunft über billiges Geld in die Gegenwart transportiert, funktioniert nicht ewig.» Steigen Zinsen und Inflation, während die Staatsverschuldung weiter zunimmt, stosse dieses Modell an seine Grenzen. «Wir erleben keinen normalen Konjunkturzyklus, sondern eine Phase struktureller Veränderungen, die Politik, Wirtschaft und Kapitalmärkte gleichermassen prägen», sagt Kastenholz.Künstliche Intelligenz als WendepunktDie dynamischste Triebkraft des Epochenwandels ist für Kastenholz die künstliche Intelligenz. Der promovierte Physiker sei zunächst skeptisch gewesen, weil die zugrunde liegenden Sprachmodelle aus seiner Sicht vergleichsweise einfach aufgebaut seien. Entgegen seiner Erwartung würden die Systeme jedoch mit zunehmender Datenmenge immer leistungsfähiger – insbesondere nun auch in technisch anspruchsvollen Bereichen wie der Programmierung oder der Mathematik. Den sogenannten Skalierungseffekt könne sich bislang niemand schlüssig erklären. Eigentlich müsste der Nutzen zusätzlicher Trainingsdaten mit der Zeit verflachen, derzeit sei dies aber nicht zu beobachten.Jedoch sieht Kastenholz dies auch als Grund dafür, weshalb selbst ausgefeilte Prognosemodelle an Aussagekraft verlieren, vor allem wenn die Daten sich mit der Zeit verändern. Denn KI erkennt zuverlässig nur Muster, die bereits einmal aufgetreten sind. Für die Entwicklung der Finanzmärkte selbst gebe es jedoch kein klares historisches Vorbild. Entsprechend könnten solche Modelle deren weitere Entwicklung nicht vorwegnehmen. «Da braucht es den Menschen, der sich kreativ überlegt, wie die Zukunft aussehen könnte», sagt Kastenholz. Der Durchbruch der künstlichen Intelligenz werde einerseits die Produktivität erhöhen, andererseits aber tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen auslösen. All das zeigt: «Vertraute makroökonomische Zusammenhänge der Vergangenheit werden so nicht mehr funktionieren.»Gleichzeitig warnt Kastenholz davor, die künstliche Intelligenz unkritisch als Chance zu betrachten. Sie werde auch zu einem Instrument im geopolitischen Machtkampf, etwa durch Exportbeschränkungen für Hochleistungschips. «Wenn man den Zugang zu Technologie beschränkt, schadet man sich durch Monopolbildung am Ende selbst», sagt er. Solche Massnahmen seien letztlich ein Nullsummenspiel und gingen zulasten aller Beteiligten.Suche nach der Rendite von morgenFür klassische Portfolios ergibt sich aus geopolitischer Blockbildung, hoher Staatsverschuldung und technologischem Wandel nach Einschätzung von Kastenholz ein anspruchsvolles Umfeld. Ein Einbruch wie während der Finanzkrise 2008 sei durchaus ein realistisches Szenario. «Volatilität ist nicht mehr die Ausnahme, sondern periodische Realität», sagt er.Die grösste Gefahr bestehe derzeit in der Annahme, dass Märkte und Volkswirtschaften stets zu ihren historischen Mittelwerten zurückkehrten. «Wer an den alten Annahmen festhält, wird Verluste erleiden», sagt Kastenholz. Eine reine «Buy and hold»-Strategie mit breit diversifizierten Marktindizes greife in einer zunehmend fragmentierten Welt zu kurz. Gefragt seien vielmehr Anpassungsfähigkeit, eine regelmässige Überprüfung des Portfolios sowie die Bereitschaft, unterschiedliche Szenarien zu berücksichtigen und neue Anlageklassen einzubeziehen. Chancen sieht Kastenholz insbesondere in den Bereichen Energie, künstliche Intelligenz und Gesundheitswesen. Gerade dort sei das Potenzial gross, weil die Bevölkerung altere und künstliche Intelligenz auch die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigen könne. Wer diese langfristigen Trends im Portfolio berücksichtige, könne auch künftig attraktive Renditen erzielen.«Wer langfristig erfolgreich investieren will, muss bereit sein, etablierte Denkmodelle zu hinterfragen und globale Entwicklungen neu einzuordnen.»Mit Blick auf das zweite Halbjahr verweist Kastenholz auf die anstehenden US-Kongresswahlen im November. Aus seiner Sicht wäre für die Finanzmärkte paradoxerweise nicht ein Erfolg der Demokraten der grössere Unsicherheitsfaktor, sondern ein Sieg der Republikaner. Ein Erfolg der Demokraten würde nach seiner Einschätzung zunächst zu einem politischen Patt führen, weil der Präsident innenpolitisch stärker eingeschränkt wäre – ein Szenario, das die Märkte tendenziell als stabilisierend werten könnten. Sollte sich Trump hingegen durch einen republikanischen Wahlerfolg bestätigt sehen, dürfte er seine geopolitische Agenda mit geringerem innenpolitischem Widerstand weiterverfolgen. Zugleich schränkt Kastenholz ein, Trump könnte – in Anlehnung an die Aussenpolitik von Richard Nixon und Henry Kissinger – versuchen, China strategisch näherzukommen. «Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der chinesische Präsident Xi dieses Bestreben uneingeschränkt erwidern wird», sagt er.Solange die politische Weichenstellung aussteht, bleibe die Bandbreite möglicher Entwicklungen an den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr gross – sowohl mit Blick auf Risiken als auch auf Chancen. Grösser als diese Unsicherheit selbst ist für Kastenholz jedoch die Sorge, dass Politik und Gesellschaft darauf kaum vorbereitet seien. Langfristiger Anlageerfolg setze letztlich voraus, die veränderten Rahmenbedingungen unvoreingenommen zu akzeptieren: «Wer langfristig erfolgreich investieren will, muss bereit sein, etablierte Denkmodelle zu hinterfragen und globale Entwicklungen neu einzuordnen», resümiert der Anlagestratege.LGT Private BankingDie LGT ist eine führende internationale Private-Banking- und Asset-Management-Gruppe, die sich seit mehr als 90 Jahren im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein befindet. Per 31. Dezember 2025 verwaltete die LGT Vermögenswerte von rund 386 Milliarden Franken für vermögende Privatkundinnen und Privatkunden sowie für institutionelle Anleger. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Vaduz (FL) beschäftigt rund 6000 Mitarbeitende an mehr als 40 Standorten in Europa, Asien, Amerika, Australien und dem Mittleren Osten.
Wie geopolitische Machtverschiebungen die Kapitalmärkte neu definieren
Geopolitische Machtverschiebungen, künstliche Intelligenz und die wachsende Staatsverschuldung verändern die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten grundlegend. Langfristig erfolgreich investieren kann nur, wer bereit ist, bisherige Denkmuster zu hinterfragen.








