Andauernde Hitze trifft viele Menschen hart: auf der Straße, zu Hause, im Job. Ein paar erzählen, wie sie durchhalten, wer ihnen hilft und was sich ändern müsste.

„Eis? Das war fast schon höhnisch“

Die Klinik, in der ich arbeite, wurde in den 1980er Jahren gebaut. Es gibt nur im Operationstrakt eine Klimaanlage, auf den Bettenstationen und der Intensivstation nicht. Nur zwei der sieben Zimmer der Intensivstation sind mit einer Umluftanlage versorgt, die für etwas kühlere Raumtemperaturen sorgt. In den restlichen Zimmern lag die Temperatur in den letzten Tagen öfter über 30 Grad, nachts bei etwa 27. Die Arbeit in der Hitze ist sehr anstrengend, ermüdet und macht unkonzentriert.

Insbesondere Arbeiten, die eine sterile Bekleidung – Kittel, Handschuhe, Kopfhaube, Mund-Nasen-Schutz – erfordern, sind durch die Hitze deutlich erschwert. Nach solchen Tätigkeiten ist die Arbeitskleidung unter der Schutzausrüstung regelmäßig vollkommen durchgeschwitzt.

Zudem ist die Hitze für die Pa­ti­en­t:in­nen mehr als problematisch. Es treten vermehrt etwa Flüssigkeitsmangel und Fieber auf.