Mit seinen Parodien und seinem außergewöhnlichen Look sorgt Helge Mark nicht nur auf Social Media für Aufsehen. Der Schauspieler, Entertainer und Comedy-Creator erreicht ein Millionenpublikum, wenn er in verschiedene Rollen schlüpft, wenn er Filme, Prominente oder gesellschaftliche Phänomene pointiert aufs Korn nimmt.Als Schauspieler kann man den vielseitigen Künstler demnächst in der Serie „München Beats“ sehen, die inspiriert von wahren Begebenheiten und angesiedelt im München der 1990er-Jahre die Geschichte zweier Familien erzählt, deren Schicksale eng mit der Schließung der Pfanni-Fabrik und der Entstehung des legendären Partyareals „Kunstpark Ost“ auf dem ehemaligen Werksgelände verbunden sind.
Privat ist Helge Mark indes nicht in Bayern, sondern in Berlin zu Hause – und das uneingeschränkt gern, wie unser Fragebogen zeigt.
1. Herr Mark, Sie sind 1994 in Lüneburg zur Welt gekommen. Wann und warum hat es Sie nach Berlin verschlagen?Mich hat die große, weite Welt schon immer fasziniert. Tatsächlich hat es mich aber vorher nach Salzgitter verschlagen. Was weniger an der Stadt, sondern mehr am Studienwunsch lag. Dort wurde ich mit einem Notendurchschnitt von 2,1 für den Studiengang Medienmanagement angenommen. Alles, was mit Medien zu tun hatte, war heiß begehrt, daher hat es für mich nur für Salzgitter, oder „Salzghetto“, wie wir es nannten, gereicht. Das war natürlich eine sarkastische Übertreibung. Aber die Stadt hatte nur einen Club und keine Bars. Es wirkte eher wie eine Ansammlung von Dörfern. Kein Ort für mich. Medienmanagement war bereits mein Plan B, nachdem ich an mehreren Unis für meinen Traum-Studiengang „Musical“ abgelehnt wurde. Im zweiten Semester Medienmanagement habe ich es dann nochmal in Berlin versucht und wurde angenommen. Ich war so glücklich, dieses aufregende neue Kapitel in meinem Leben anzugehen. Musical studieren – und dann auch noch in der Hauptstadt Berlin – hat sich für mich surreal schön angefühlt.







