Papst Leo XIV. hat seine Sorge über die anhaltend »tragische Lage« im Sudan, insbesondere in der Stadt Obeid, geäußert. Er erneuerte seinen Appell an die Verantwortlichen, humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung zu gewährleisten. »Zugleich rufe ich die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen«, sagte er.Die Stadt mit üblicherweise rund 500.000 Einwohnern sei überfüllt; in offiziellen Camps der Vereinten Nationen befänden sich Zehntausende Vertriebene, die Nahrungsmittel reichten nicht, der Treibstoff für Hilfstransporte drohe auszugehen.Die sudanesische Armee hat derweil diese Woche bei einem Drohnenangriff auf ein Dorf in der Region Darfur nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation 35 Menschen getötet. Die Organisation Emergency Lawyers erklärte, die Armee habe ein traditionelles Gericht in dem von der RSF-Miliz kontrollierten Dorf Garra al-Sawaja attackiert. Dort hätten sich Zivilisten versammelt, um Anhörungen über »örtliche Fälle und Streitigkeiten« beizuwohnen.

Bei dem Drohnenangriff wurden nach Angaben von Emergency Lawyers 35 Menschen getötet und weitere Menschen verletzt. Ein Dorfbewohner sagte der Nachrichtenagentur AFP, unter den Toten seien vier Stammesführer und zwei RSF-Kommandeure.Sudan erlebt die größte humanitäre Krise unserer Zeit. Es herrschen Tod, Vertreibung, Hunger. Und kaum jemand spricht darüber. Was die Vereinigten Arabischen Emirate damit zu tun haben, erfahren Sie hier.