Israel weigert sich libanesischen Angaben zufolge, seine Truppen aus weiteren Gebieten im Süden des Libanon abzuziehen, so lange die libanesische Armee nicht die volle Kontrolle über die beiden ersten »Pilotzonen« hat. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen des libanesischen Präsidialamtes nach Gesprächen zwischen beiden Ländern am Donnerstag. Die siebte Verhandlungsrunde zur Beendigung der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon hatten in dieser Woche unter US-Vermittlung in Rom stattgefunden.

Bislang sieht auch nicht danach aus, dass Israel sich bis Ende Oktober aus dem Gazastreifen zurückziehen wird oder aus Syrien, wo die Armee eine sogenannte »Pufferzone« errichtet hat. Am 27. Oktober wird in Israel aber auch ein neues Parlament gewählt. Vor diesem Hintergrund hat Generalstabschef Eyal Zamir entschieden , dass auch in Syrien, im Libanon und im Gazastreifen Wahllokale aufgestellt werden. Wie das Nachrichtenportal »ynet« berichtet , gibt es für das Votum im Feindesland spezielle Vorkehrungen. Da die Soldaten beispielsweise keine Personalausweise bei sich führen dürfen, werden sie sich mithilfe einer Diskette und eines Kameraden, der sie zur Stimmabgabe begleiten muss, identifizieren.