Libanon und Israel treffen sich zu Gesprächen in Rom. Israels Militär attackiert zuvor in Südlibanon. Libanons Premier streitet mit der Hisbollah.
In Nabatija, im Süden Libanons, haben israelische Bomben bereits viel zerstört
Libanons Premierminister Nawaf Salam hat einen ungewöhnlichen Schritt getan: Ausgerechnet auf der Plattform X machte der sonst so ruhige Diplomat seinem Unmut Luft und ging erstmals öffentlich die Hisbollah an. Eine Rede des Hisbollah-Chefs Naim Qassem brachte das Fass zum Überlaufen.
Qassem hatte der Regierung vorgeworfen, „Israel zu dienen“ und nicht „Libanons Souveränität“. Salam schoss mit scharfen Worten zurück: „Die größte Unterstützung für Israel kam von jenen, die Libanon einseitig in sinnlose ‚Unterstützungskriege‘ hineingezogen und Israel damit Vorwand geliefert haben, unser Land anzugreifen.“
Die Hisbollah hatte am 8. Oktober 2023 Raketen auf die von Israel besetzten Schebaa-Farmen geschossen und damit ihren Beitritt in den Gazakrieg erklärt. Israel eskalierte die Angriffe, besetzte Dörfer im Südlibanon. In einer ersten Waffenpause ab November 2024 griff Israel weiter an, zerstörte die Dörfer im Süden. Mit dem Iran-USA-Krieg schoss auch die Hisbollah am 2. März wieder Raketen auf Israel, das seine Besatzung und die Zerstörung intensivierte. Seit Mitte Juni gilt eine neue Waffenruhe. Die Hisbollah hat ihre Angriffe seitdem eingestellt, Israels Militär greift weiter im Süden Libanons an.








