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Nahost-Konflikt: Israel und Libanon reden in Rom miteinander Zu Beginn der Gespräche scheinen die Positionen festgefahren. Israel fordert die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz, während der Libanon auf Israels Rückzug aus dem Süden besteht.

14.07.2026 - 14:57 Uhr Artikel anhörenEine Autokolonne trifft an der US-Botschaft ein: Gespräche auf Botschafter-Ebene zwischen Libanon, Israel und den USA. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpaRom. In Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begonnen. Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll.Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern. Dabei geht es vor allem um eine Festigung und eine Umsetzung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei im Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah, allerdings ist die Hisbollah wiederum ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel und der Libanon unterhalten offiziell auch keine diplomatischen Beziehungen miteinander.Teil der Rahmenvereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden des Libanon. Das libanesische Militär soll dabei zunächst die Kontrolle über zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die Hisbollah soll in dem Gebiet keine Präsenz mehr haben.Israel fordert jedoch als Bedingung eine Entwaffnung der Hisbollah. Die Schiitenmiliz hat diese mehrfach abgelehnt und fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug. Trotz einer Waffenruhe gibt es weiterhin Kämpfe im Südlibanon. Das israelische Militär ist dort stationiert und greift auch weiter aus der Luft an.Sowohl die Hisbollah als auch die libanesische Regierung bezeichnen eine von Israel einseitig verfügte „Sicherheitszone“ als völkerrechtswidrige Besetzung. Das Gebiet umfasst rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.Soldaten der libanesischen Armee im Südosten Libanons: Bei Zusammenstößen zwischen der Hisbollah und israelischen Truppen wurden Teile eines Dorfes zerstört. Foto: Hussein Malla/AP/dpaItaliens Außenminister Antonio Tajani wertete die Entscheidung für Rom als Ort der Gespräche als Beweis dafür, dass sein Land im Nahen Osten eine „führende Rolle“ spiele. Italien sei auch zu weiterer Unterstützung bereit. dpa Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt