Neuer Film «The Moment»: Mit Charli XCX legt man sich besser nicht anMit «The Moment» macht sich Charli XCX lustig über ihren eigenen Erfolg und die alles beherrschende PR-Maschinerie. Das ist sehr cool in dem Zeitalter, wo Vermarktbarkeit die wichtigste Währung ist.09.08.2026, 05.30 Uhr2 LeseminutenNeuerdings bringen Musikerinnen wie Lady Gaga oder Taylor Swift zum Zweck der Selbst-Promotion Dokumentarfilme über sich selbst heraus. Wie uncool, wird sich ihre britische Berufskollegin Charli XCX gedacht haben und schlägt jetzt mit «The Moment» zurück. Es ist ein selbstironisches Mockumentary über den eigenen Erfolg und ein durchtriebener Seitenhieb gegen die alles beherrschende PR-Maschinerie.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.«The Moment» basiert auf dem realen Erfolg von Charli XCX’ Album «Brat», das im Sommer 2024 zum popkulturellen Phänomen wurde. Sogar Kamala Harris nannte sich «brat», also Göre.Im Film beschliesst Charlis PR-Team, man müsse diesen Erfolg möglichst lange ausschlachten, und gibt bei Amazon einen Konzertfilm in Auftrag. Der Konzern schickt den Regisseur Johannes (Alexander Skarsgard) los, der aber weder von Charli XCX noch von Musik eine Ahnung hat. Das hindert den Gecken im Baumwollschal, der in Floskeln wie aus dem Motivationsseminar spricht, aber nicht daran, sich überall einzumischen.Aggressiv gut gelaunt entreisst er Charlis Team die Kontrolle und spült die «Göre» weich. Aus Koks werden Zigaretten, Sex-Appeal muss weg von der Bühne, Fluchworte sind tabu. Die Musikerin muss zusehen, wie ihre Bühnenpersona auf eine familientaugliche Version zurechtgeschliffen wird. Was Johannes nicht weiss: Man sollte Charli XCX nicht unterschätzen.Natürlich ist auch «The Moment» Selbst-Promotion, aber keine selbstverliebte. Sich so mit der PR-Branche anzulegen, ist im 21. Jahrhundert, wo sich künstlerischer Wert scheinbar nur noch über den Grad der Vermarktbarkeit definiert, mutig und sehr cool.The Moment. GB/USA 2026, 103 Min. Am 17. 8. und 4. 9. im Filmpodium Zürich.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel
Im Mockumentary «The Moment» zeigt sich Charli XCX als wahre Göre: selbstironisch und furchtlos
Mit «The Moment» macht sich Charli XCX lustig über ihren eigenen Erfolg und die alles beherrschende PR-Maschinerie. Das ist sehr cool in dem Zeitalter, wo Vermarktbarkeit die wichtigste Währung ist.








