Auf „Music, Film, Fashion“ wird Charli XCX selbstreferenziell rockistisch und knüpft musikalisch doch immer wieder an ihr Vorgängeralbum an. Was bleibt, ist Ratlosigkeit.

Charli XCX, hier mal nicht auf einer Party

Tyrel Hampton

Zwei Jahre nach dem enorm erfolgreichen Werk „Brat Summer“ veröffentlicht die britische Popkünstlerin Charli XCX ihr neues Album „Music, Film, Fashion“. Das Cover präsentiert schwarz-weiße Ernsthaftigkeit: Drei männliche Ikonen, John Cale (Musik), Martin Scorsese (Film) und Marc Jacobs (Fashion) blicken ausdruckslos in die Kamera. Von der Künstlerin selbst ist nichts zu sehen, ganz anders als noch vor wenigen Monaten: Nach dem Welterfolg von „Brat“, einer eigenen Mockumentary und einer auch in der Regenbogenpresse nonstop ausgewalzten Partyhochzeit mit dem Künstlerkollegen George Daniel (von der Band 1975), flimmerte der Superstar pausenlos über Bildschirme und durch Timelines.

Nicht alles war dabei geglückt: Obwohl ihre Mockumentary „The Moment“ im Rahmen der Berlinale 2026 zu sehen war, gab es für die Afterparty heftige Kritik. Videos in den sozialen Medien zeigten Charli XCX im Berliner Club Studio1111 nämlich zusammen mit der Russin Anastasia Shevtsova, auch bekannt unter dem Namen „Petlt“. Der DJ werden enge Verbindungen zum Kreml nachgesagt. Sowohl Charli XCX als auch Shevtsova distanzieren sich im Nachhinein von den Vorwürfen. Ein schaler Beigeschmack jedoch bleibt.