Schiffstransport dürfe nicht wegen Niedrigwasser durch mehr Lkw-Fahrten ersetzt werden, warnt die Umweltorganisation. Die Industrie begrüßt dagegen die Lockerung.
Deutlich ist der Rückgang des Wasserstandes am Ufer des Flusses Oder zu sehen
Patrick Pleul/dpa
afp | Die Aussetzung des Fahrverbots für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen in ersten Bundesländern hat für gemischte Reaktionen gesorgt. Die Umweltorganisation BUND kritisierte die Maßnahme am Samstag scharf: Es sei keine Lösung, wegen des Niedrigwassers in Flüssen „den Schiffstransport jetzt durch hunderte oder tausende Lkw-Fahrten zu ersetzen“, sagte Verbandschef Olaf Bandt der Rheinischen Post. Begrüßt wurde der Schritt dagegen vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte am Donnerstag eine Aussetzung des Sonntags- und Feiertagsfahrverbot ins Spiel gebracht, um während des Niedrigwassers wichtige Güter zeitweilig vermehrt über die Straße transportieren zu können. Erste Bundesländer setzten diesen Plan am Freitag in die Tat um: Im Saarland und in Rheinland-Pfalz gilt die Ausnahme ab sofort und bis spätestens Ende September, in Niedersachsen bis Ende August.










