In Berlin ist preiswerter Wohnraum rar. Der SPD-Spitzenkandidat und Landesvorsitzende Steffen Krach will nun mit Polizeikontrollen und hohen Bußgeldern gegen Mietwucher vorgehen. Für die Hauptstadt ist die Einführung eines Mietenkatasters geplant, das einen besseren Überblick über überhöhte Forderungen bieten soll. Bis dahin kündigt Krach eine Zwischenlösung an. »Für den Übergang, bis das Mietenkataster steht, werden wir 100 Mietenpolizistinnen und -polizisten einsetzen, um händisch gegen Verstöße vorzugehen«, sagte Krach der »Zeit«.»Vermieter mit gesetzeswidrigen Mietverträgen sollten diese schnell anpassen«, sagte der SPD-Politiker weiter. »Ab Januar wird es hohe Bußgelder geben. Ich bin dafür, diese auf 100.000 Euro anzuheben.«In Berlin herrscht Wohnungsmangel, die Mieten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Manche Vermieter verlangen dabei mehr, als sie laut Gesetz dürften. Oft fällt das lange gar nicht auf. Ein Mietenkataster soll helfen, rechtswidrige Miethöhen aufzudecken und Verstöße gegen das Mietrecht zu erschweren.
Den Aufbau dieser riesigen Datenbank hat Berlins Landesparlament Anfang Juli beschlossen. Damit bekommt die Hauptstadt als erstes Bundesland ein Mietenkataster.Kein Thema beschäftigt Berlin vor der Abgeordnetenhauswahl im September so sehr wie das Wohnen. Die Probleme auf dem Mietmarkt sind riesig. Lesen Sie hier , was Berlinerinnen und Berliner erleben und wie die Politik ihnen helfen will.









