Am Freitag pilgerten Tausende zum Gebet in und vor der Kirche des Schutzpatrons der Arbeitssuchenden. Der oberste Katholik von Argentiniens Hauptstadt las bei der Messe dem Präsidenten die Leviten.

Auf religiösen Beistand in ökonomisch schweren Zeiten hoffend: Betende vor der Kirche San Cayetano am Freitag im Westen von Buenos Aires

Natacha Pisarenko/ap/dpa

Am Freitag predigte der Erzbischof von Buenos Aires Klartext: „San Cayetano, hier ist dein Volk, das müde ist von gebrochenen Versprechen und von Verantwortungsträgern, die zwar über die Armen sprechen, ihren tatsächlichen Nöten jedoch fern sind und selbst ein gutes Leben führen“, so Jorge García Cuerva.

Zugleich sprach er von einem Volk, „das sich nicht damit abfinden will, dass Arbeit zur bloßen Ware wird und man zwei oder mehr Arbeitsstellen haben muss, um bis zum Monatsende über die Runden zu kommen, oder in die Kreditfalle gerät, die unzählige Familien verschuldet und erdrückt.“