Die spanische Regierung dreht im Streit um Schengen-Kontrollen den Spieß um: Wer aus Italien kommt, muss sich ab Samstag auf Checks an Häfen und Flughäfen gefasst machen.

Menschen laufen am Strand entlang, nachdem sie versucht hatten, von der marokkanischen Stadt Fnideq im Norden in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen

ap/dpa

dpa | Spanien reagiert mit eigenen Grenzkontrollen auf Italiens Weigerung, die wegen der Ceuta-Migrationskrise eingeführten Kontrollen aufzuheben. Ab Samstag 0.00 Uhr würden Reisende aus Italien zunächst bis zum 7. September stichprobenartig an Häfen und Flughäfen kontrolliert, zitierte der staatliche spanische TV-Sender RTVE aus einem am Abend veröffentlichten Dekret der Regierung in Madrid.

Überprüft werden sollten dabei die Identität und Staatsangehörigkeit von Reisenden sowie, im Falle von Drittstaatsangehörigen, deren Visum oder Aufenthaltserlaubnis. Als Grund wurde der „anhaltende Druck irregulärer Migration“ genannt, dem Italien ausgesetzt sei.