Angesichts des »anhaltenden Drucks durch irreguläre Migration« aus dem Alpenland würden bei italienischen Passagieren und Besuchern aus anderen Ländern, die aus Italien einreisen, Pass-, Staatsangehörigkeits- und Visakontrollen durchgeführt. Italien hatte nach der Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta Grenzkontrollen für Spanien eingeführt und damit einen Streit mit Madrid ausgelöst.Italien wies Forderung nach Ende der Kontrollen zurückDie spanische Regierung hatte am Freitag bereits mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollte Italien seine Grenzkontrollen nicht wieder aufheben. Aus ihrer Sicht sind die italienischen Grenzkontrollen »unfair, laufen den Interessen der EU zuwider und diskriminieren die spanische Bevölkerung«. Spanien und Italien haben keine Landgrenze.
Das Büro der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni wies die Forderung aus Madrid umgehend zurück. Die Kontrollen würden erst wieder aufgehoben, »wenn sicher ist, dass es keine Sicherheits- oder Terrorismusrisiken für Italien gibt, es keine neue Welle gibt und keine irregulär eingereisten Migranten auf europäischen Boden kommen«.Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten in der vergangenen Woche rund 72.000 Menschen die neben Marokko gelegene spanische Exklave Ceuta teils schwimmend erreicht, 80 Menschen kamen demnach ums Leben. Die marokkanischen Behörden sprachen von elf Toten auf ihrem Gebiet, Menschenrechtsgruppen gehen von insgesamt mehr als 140 Toten aus.










