Jungen Leuten erhalten nach dem 18. Geburtstag einen Fragebogen von der Bundeswehr zu. Das ist noch nicht zu schlimm – aber wie lange bleibt das so?

E igentlich sollte man Karin Prien danken. Wenn die christdemokratische Familienministerin jetzt verkündet, dass sich ihr Ressort intensiv mit der Reaktivierung des Zivildienstes beschäftigt, ist das zunächst erfreulich. Nein, das gilt nicht für den Vorgang an sich. Menschen – in diesem Fall junge Männer – brauchen keine Zwangsdienste, auch nicht für eine gute Sache. Aber es ist gut, dass Prien diejenigen, die davon betroffen sein könnten, daran erinnert, dass die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht noch nicht zu den Akten gelegt ist.

Es herrscht eine trügerische Ruhe

Seit das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes am 1. Januar 2026 in Kraft trat, herrscht eine trügerische Ruhe. Denn es hätte ja schlimmer kommen können. Dass junge Leute nun nach dem 18. Geburtstag einen Fragebogen von der Bundeswehr zugeschickt bekommen, ist noch nichts, was auf die Barrikaden treibt. Aber wie lange bleibt das so?