Radfahren im Straßenverkehr ist zu einer emotionalen Angelegenheit geworden. Vor einiger Zeit fand hier ein Text große Beachtung, der kritisch mit den Radfahrern ins Gericht ging. Nun blickt Radprofi John Degenkolb im Gespräch mit Alex Westhoff mit Sorge in die umgekehrte Richtung. So schildert der 37 Jahre alte Sportler, wie er als Athlet auf der Straße permanent sein Umfeld „scannen“ muss, um Lebensgefahren vorzubeugen. Zwar nehme die Zahl der Radfahrer stetig zu. Doch das Miteinander sei rauer geworden. Selbst in vermeintlichen Fahrradparadiesen wie den Niederlanden sei man auf der Straße oftmals „Freiwild“. Besonders prägt den Routinier ein Trainingsunfall aus dem Jahr 2016, der durch eine überforderte Seniorin verursacht wurde. Daraus leitet Degenkolb eine Forderung ab: Es brauche verpflichtende Überprüfungen der Verkehrstüchtigkeit für ältere Menschen. Bis dahin bleibe Freizeitradlern nur der Griff zum Helm und eine äußerst defensive Fahrweise.Auch in der Welt des Weins verschieben sich die Koordinaten. Die Weinregion Bordeaux durchlebt ihre schwerste Zeit seit der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929. Neben den Folgen des Klimawandels, die sich in Dürren und Waldbränden manifestieren, ist es ein struktureller Nachfrageeinbruch, der den Winzern zusetzt. Der Weinkonsum sinkt rapide, der klassisch schwere Rotwein hat bei jüngeren Konsumenten ausgedient. Hinzu kommt der fast vollständige Wegfall des einst profitablen chinesischen Marktes. Während die Preise für Rebflächen verfallen und überschüssiger Wein teils zu Desinfektionsmittel destilliert wird, reagiert die Branche mit staatlich geförderten Flächenrodungen. In dieser Gemengelage aus Strukturwandel und Existenzangst finden auch rechtspopulistische Parteien fruchtbaren Boden. Niklas Záboji berichtet.Politische Differenzen führen öfter zum Bruch in FreundschaftenOft führt schon ein veränderter Lebensentwurf, etwa durch eine Familiengründung oder berufliche Neuorientierung, zu einer schleichenden Entfremdung. In jüngerer Zeit bilden zudem weltanschauliche und politische Differenzen (Wie hältst du es mit der Corona-Impfung, Russland, der Einwanderung, Gaza oder der AfD?) zunehmend unüberwindbare Sollbruchstellen. Einen finalen Schlussstrich zu ziehen, mag schmerzhaft sein und „Freundschaftskummer“ auslösen. Doch raten Fachleute dazu, dieses Loslassen als Chance zu begreifen: Wer eine ungleiche oder vereinnahmende Bindung ehrlich beende, schaffe wertvollen Raum für neue, tragfähigere Begegnungen. Na dann. Alte Freundschaften sind allerdings auch nicht zu verachten, sage ich jetzt mal.Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit. Wenn Sie ein FAZ+ Abo und eine Frage dazu haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an c.knop@faz.de. Und wenn bei Ihnen die Ferien nun zu Ende gehen, genießen Sie noch einmal das Wochenende. Wenn Sie noch freie Tage haben, einen schönen Urlaub, mit dem Rad, einem Wein, bei Freunden.Herzliche GrüßeIhrCarsten KnopHerausgeberFrankfurter Allgemeine Zeitung
Gefahren für Radfahrer und warum es gut sein kann, Freundschaften loszulassen
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