KI ist aus dem Unterricht kaum noch wegzudenken. Wie genau die Technologie das Lernen beeinflusst, ist allerdings noch nicht hinreichend geklärt. Ein vergangener Fall sorgt bei Forscher:innen für Frust: Wie Ars Technica berichtete, hat das Fachmagazin Nature eine vielbeachtete Studie zurückgezogen, die positive Lerneffekte durch KI belegen sollte.Anzeige

Fast die Hälfte glaubt, KI mache dumm

Für viele Kinder und Jugendliche gehören KI-Tools schon zum Alltag – vor allem im schulischen Kontext. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem vergangenen Jahr machen 23 Prozent der Schüler:innen ihre Hausaufgaben kaum noch selbst, sondern lassen sie von KI-Tools erledigen. Genauso viele sind der Meinung, KI könne komplexe Sachverhalte besser erklären als ihre Lehrkräfte. Die Einschätzungen zur schulischen KI-Nutzung sind allerdings gespalten: 53 Prozent glauben, durch KI in der Schule besser zu werden – 48 Prozent hingegen sind überzeugt, dass KI dumm macht. Befragt wurden insgesamt 502 Schüler:innen im Alter von 14 bis 19 Jahren.

Aber was bedeutet der KI-Einsatz tatsächlich für schulische Leistungen? Vor rund einem Jahr erschien in der Fachzeitschrift Nature eine Studie, die ein optimistisches Bild zeichnete: Demnach soll der Einsatz von ChatGPT einen „großen positiven Einfluss auf die Verbesserung der Lernleistung” sowie einen „mäßig positiven Einfluss auf die Verbesserung der Lernwahrnehmung und die Förderung des höheren Denkens” haben. Die Autor:innen kamen zu dem eindeutigen Schluss: „ChatGPT sollte aktiv in verschiedene Lernmodi integriert werden, um das Lernen der Schüler:innen zu verbessern, insbesondere beim problemorientierten Lernen.“ Jetzt wurde die Studie allerdings zurückgezogen.Anzeige