Während andere vor dem Ventilator sitzen, springe ich bei Hitze aufs Rad. Und riskiere damit, als Notfall im überlasteten Krankenhaus zu landen.

33 Grad im Schatten und 100 Kilometer Strecke

Eberhard Thonfeld/Camera 4/imago

E s ist so heiß, dass Brandenburgs Dörfer noch ausgestorbener wirken als sonst. Die Menschen harren wahrscheinlich drinnen vor Ventilatoren aus, mit verschlossenen Jalousien und zitronigen Kaltgetränken. Es sind 33 Grad im Schatten und ich sitze auf meinem Rennrad. Vor uns liegen knapp 100 Kilometer. Schlau ist diese Tour nicht, aber schon lange geplant.

Ich weiß, wie gefährlich es sein kann, sich bei Hitze anzustrengen. Wenn es heiß ist, hat der Körper ohnehin schon damit zu tun, sich zu kühlen. Wir schwitzen, die Blutgefäße weiten sich, damit mehr Wärme über die Haut abgegeben werden kann. Gleichzeitig pumpt das Herz etwas schneller, damit der Blutdruck stabil bleibt. Wer zusätzlich Sport macht, fordert den Körper also einmal mehr heraus.