Am späten Dienstagabend war auf der südlichen Start-und-Lande-Bahn des Flughafens eine Drohne entdeckt worden . Nach SPIEGEL-Informationen sah ein Busfahrer kurz vor Mitternacht, wie sie auf niedriger Höhe in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 schwebte. Mit einem Tritt soll er das Fluggerät zu Boden gedrückt haben. Der Flughafen Leipzig/Halle gilt als eines der wichtigsten europäischen Frachtdrehkreuze.
Bundesanwaltschaft ermitteltSpezialisten der Bundespolizei stellten später fest, dass an der Drohne rund ein halbes Kilogramm Sprengstoff befestigt war. Dabei handelte es sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen um Semtex, einen Plastiksprengstoff, der sowohl militärisch als auch bei kommerziellen Sprengungen eingesetzt wird.
Das ukrainische Luftfahrtunternehmen Antonow ist bereits seit 2006 mit einer Wartungsbasis am Flughafen Leipzig/Halle vertreten. Infolge des russischen Angriffskriegs hat Antonow seine Flotte komplett auf den sächsischen Airport verlegt. Derzeit errichten die Ukrainer dort einen neuen Hangar. Nach SPIEGEL-Informationen werden die Antonow-Maschinen immer wieder auch für Waffentransporte durch die Nato, die Bundeswehr und die Ukraine verwendet.










