Kaum eine Altersgruppe spürt die KI-bedingten Veränderungen des Arbeitsmarktes derzeit so stark wie junge Akademiker:innen. Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit waren 2025 rund 45.000 Absolvent:innen unter 30 Jahren arbeitslos – seit 2022 hat sich diese Zahl fast verdoppelt. Immer häufiger stellt sich die Frage, ob sich ein Universitätsabschluss überhaupt noch lohnt. Viele erfolgreiche Gründer:innen haben ihr Studium abgebrochen. Patrick Collison ist einer von ihnen: Gemeinsam mit seinem Bruder John entwickelte er im Jahr 2009 die Technologie hinter Stripe. Im Interview mit der Startup School von Y Combinator blickte er jetzt kritisch auf seinen Studienabbruch zurück.Anzeige
Uniabbrecher:innen sind keine Seltenheit
Die Zahl offener Stellen für Berufseinsteiger:innen ist deutlich gesunken und selbst ein Abschluss von Elite-Universitäten wie Stanford garantiert keine steile Karriere mehr. Hinzu kommen hohe Gebühren. Laut einer Newsweek-Umfrage haben Angehörige der Gen Z nach ihrem Studium im Durchschnitt mehr als 94.000 Dollar Schulden – deutlich mehr als die Generationen vor ihnen. Für einige der erfolgreichsten Gründer:innen des Silicon Valley ist Bildung ohnehin überschätzt: Zuckerberg verließ Harvard, um Facebook zu gründen, Bill Gates brach sein Studium in Harvard ab, um Microsoft mitzugründen, und Steve Jobs verließ das Reed College nach einem Semester, um sich auf Apple zu konzentrieren.









