In Frankreich und Spanien werden hohe Ausfälle bei Gemüse, Obst und Getreide befürchtet. Österreichs Landwirtschaft diskutiert staatliche Hilfen, China stellt umgerechnet mehrere Hundert Millionen Dollar für den Schutz der Landwirtschaft und der Wasserinfrastruktur bereit. Auch in Deutschland verschärfen Hitze und Trockenheit die Lage vieler Betriebe, vor allem im Süden. Und wie sieht es im Osten aus? Brandenburg, das regelmäßig mit trockenen Böden zu kämpfen hat, kommt bislang vergleichsweise glimpflich davon. Die Getreideernte falle im Land bisher durchschnittlich aus, teilte der Landesbauernverband Brandenburg auf Anfrage mit. Doch eine durchschnittliche Ernte bedeutet für viele Brandenburger Betriebe wirtschaftlich keine Entwarnung.
Ernte in Brandenburg: Viele Betriebe arbeiten kaum kostendeckend
Die Böden in Deutschland sind aktuell ähnlich stark ausgetrocknet wie in den Dürrejahren 2018 und 2022. Im Süden sind sie sogar noch trockener als damals. Für Natur und Landwirtschaft werde die Lage dort „zunehmend kritisch“, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag mit. Flächendeckender Regen zeichnet sich auch in den kommenden Tagen nicht ab.
„Die Hitzewelle in der Kalenderwoche 26 sorgte in Brandenburg lediglich für drei bis vier Tage mit extremen Belastungen für die Pflanzen“, so Fabian Blöchl, Referent für Acker- Pflanzenbau, nachwachsende Rohstoffe und Umwelt des Verbandes. In Süd- und Westdeutschland hätten die hohen Temperaturen deutlich länger angehalten und größere Schäden verursacht.











