Mit einem starken Teleskop in Chile konnten Forscher der Europäischen Südsternwarte (European Southern Observatory, ESO) den Einschlag der ausgebrannten Oberstufe einer Falcon 9 auf dem Mond beobachten. Es war vermutet worden, dass Teleskope auf dem amerikanischen Kontinent den Einschlag vermutlich erfassen können, weil dort der Himmel zu dem Zeitpunkt noch dunkel war.

Die Raketenstufe krachte gegen 8:35 Uhr unserer Zeit mit einer Geschwindigkeit von etwa 8700 Kilometern pro Stunde auf den Mond. Die ESO habe im Zuge einer koordinierten Beobachtungskampagne das Very Large Telescope (VLT) auf die errechnete Einschlagstelle im Bereich des Einsteinkraters gerichtet, teilte die ESO über die Social-Media-Plattform Instagram mit. Das VLT, das aus vier Einzelteleskopen besteht, gehört zum Paranal-Observatorium in der Atacama-Wüste in Chile.

Das VLT habe in der Staubwolke, die durch den Aufprall aufgewirbelt worden sei, Spektrallinien von Natrium und Lithium nachgewiesen, teilte ESO mit. Die Wolke sei nach dem Aufprall noch 5 bis 10 Minuten lang zu sehen gewesen. Sie war vermutlich einige Dutzend Kilometer groß.

Natrium aus dem Mondboden, Lithium aus der Rakete

„Das Natrium kam wahrscheinlich aus dem Mondboden, das Lithium hingegen könnte von der Rakete selbst stammen.“ Weitere Details will das Team erst bekannt geben, wenn es die Daten vollständig ausgewertet hat.